Weltcup Herren

Marcel Hirscher gewinnt in Alta Badia überlegen

ALTA BADIA, ITALY - DECEMBER 16: Marcel Hirscher of Austria competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Giant Slalom on December 16, 2018 in Alta Badia Italy. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Marcel Hirscher hat am Sonntag zum sechsten Mal in Folge den Weltcup-Riesentorlauf auf der Gran-Risa-Piste von Alta Badia gewonnen. Der Salzburger setzte sich bei seinem 61. Erfolg im Weltcup, den 30. im RTL, mit unglaublichen 2,53 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Thomas Fanara, 2,69 auf dessen Landsmann Alexis Pinturault und 2,72 auf Manuel Feller durch.

Offiziell fehlt Marcel Hirscher nun nur noch ein Sieg auf Landsfrau Annemarie Moser-Pröll (62). Allerdings könnte ihm nachträglich noch der Gewinn des Riesentorlaufs in Beaver Creek zugesprochen werden, womit er bereits gleichgezogen hätte.

Wie so oft wurde das Ergebnis nach dem ersten Durchgang in Alta Badia ordentlich durcheinander gewürfelt. Nur Hirscher fuhr in einer eigenen Liga und konnte seine Führung eindrucksvoll behaupten, mit einem Vorsprung, der an die Läufe eines Ted Ligety in seinen besten Zeiten erinnerte. Eine fulminante Aufholjagd lieferten vor allem die beiden Franzosen Fanara, der sich von Platz 14 auf den zweiten Rang verbesserte, und Pinturault, der ausgehend vom siebten Zwischenrang noch Dritter wurde und damit seine zweite Podestplatzierung in Alta Badia fixiert. Besonders beeindruckend war auch die Leistung von Luca de Alepandrini, der als 28. sehr früh in den zweiten Durchgang gestartet war. Eine tolle Fahrt beschwerte ihm zum Schluss Rang 7. Damit war er der Beste des italienischen Teams. Der Freund von Michelle Gisin wünschte ihrem gestern bei der Abfahrt in Gröden schwer gestürzten Bruder Marc, mit einer Textbotschaft alles Gute.

Für die Schweizer reichte es zu einem guten Mannschaftsergebnis, allerdings fiel es nicht so gut aus, wie nach dem ersten Durchgang zu erwarten gewesen war. Verbessern konnten sich Loic Meillard und Thomas Tumler. Beide steigerten sich um vier bzw. fünf Plätze, was letztlich die Ränge acht und neun bedeutete. Für Meillard war dies eine erneute Bestätigung seiner sehr guten Form im Riesenslalom. Thomas Tumler zeigte sich über seine zweite Top 10 Platzierung nach dem sensationellen dritten Rang in Beaver Creek überaus zufrieden. „Die jahrelange Arbeit macht sich nunmehr bezahlt“, meinte er im Interview. „Dieses Ergebnis nehme ich sehr gerne mit.“ Der nach dem ersten Durchgang zweitbeste Schweizer, Gino Caviezel, landete am Schluss auf dem 15. Rang.

Die hoch gesteckten Erwartungen konnte Marco Odermatt nicht erfüllen. Nach einem fulminanten ersten Durchgang war der Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, auf dem dritten Rang gelegen. Im zweiten Durchgang fuhr er wieder voll auf Angriff, allerdings schlichen sich bei seiner Fahrt von Beginn an einige Fehler ein. Ein Innenskifehler im Steilhang war schließlich zu  viel und Odermatt schied aus. Auch Elia Zurbriggen, nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreicher Zwölfter, landete nach zu vielen Fehlern letztlich nur auf Platz 22.

Der alpine Skiweltcup der Herren wird morgen mit einem Parallelslalom in Alta Badia fortgesetzt.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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