Geschichte

50 Jahre Downhill Racer

Wenngleich das Skifahren immer wieder in internationalen Filmproduktionen vorkommt – nicht zuletzt in mehreren James-Bond-Filmen – gibt es kaum Filme, die den alpinen Rennlauf zum Thema machen. Wenn, dann handelt es sich eher um Dokumentationen, wie etwa die spektakuläre Produktion „Streif. One Hell of a Ride“. Vor genau 50 Jahren kam ein Spielfilm in die Kinos, der den alpinen Abfahrtssport zum Inhalt hat und der bis heute zu den international bekanntesten Skifilmen zählt: Downhill Racer, zu Deutsch „Schussfahrt“.

Der Film erzählt die Geschichte des Skirennläufers David Chappellet, der vom damals noch weniger bekannten Robert Redford gespielt wurde. Nur wenige Zeit später avancierte dieser zu einem der internationalen Stars der Filmwelt (und hatte nach zeitgenössischen Berichten bei den Dreharbeiten in Kitzbühel der Damenwelt den Kopf verdreht). Chappellet stößt in Wengen zum US-Skiteam, fällt bei den folgenden Rennen durch sein Talent, aber auch seinen mangelnden Teamgeist, Undiszipliniertheit und Frauengeschichten auf. Im Film kommen alle bedeutenden Abfahrtsrennen jener Zeit vor, darunter das Lauberhorn-Rennen, die Arlberg-Kandahar-Rennen in St. Anton und die Streif in Kitzbühel. Diese wird bei der Siegesfahrt Chappellets im darauffolgenden Jahr mit besonders beeindruckenden Bildern in Szene gesetzt. Letztlich gelingt dem Helden des Films sein ersehntes Ziel, eine olympische Goldmedaille zu gewinnen.

Das Drehbuch basierte auf einem Roman von 1963, wobei die Dreharbeiten dann an verschiedenen Originalschauplätzen in den Alpen sowie in den USA stattfanden. Teilweise wurde Robert Redford von einem der bekanntesten Skirennläufer der damaligen Zeit – Karl Schranz – gedoubelt. Im November 1969 kam das Werk in die Kinos, pünktlich zum Start der Wintersaison. Die Kritiken waren durchaus positiv, so lobte etwa Robert Ebert Downhill Racer als „den besten Film, der jeweils über Sport gedreht wurde, ohne sich wirklich um Sport zu drehen.“

Robert Redford blieb auch in weiterer Folge dem Skisport verbunden. Im Produktionsjahr von Downhill Racer, 1969, erwarb er ein Skigebiet in Utah mit umfangreichem Grundbesitz, das er nach einer seiner Filmrollen in „Sundance“ benannte. In weiterer Folge gründete er dort auch das Sundance Insitute, das sich um die Ausbildung junger Filmemacher kümmert und das gleichnamige Filmfestival ausrichtet.

 

Text: Christof Thöny

Foto: Paramount Pictures (DVD Cover)

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Redaktion skionline

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