Weltcup Herren

Chamonix hat weiteres Opfer gefordert

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Nach dem umstrittenen Parallel Riesentorlauf von Chamonix ist auch für Simon Maurberger die Saison 2019/2020 vorzeitig und schmerzhaft beendet.

Der kürzlich in Chamonix durchgeführte Parallel Riesentorlauf fordert seine Tribute. Darunter eben auch der Tiroler Simon Maurberger, der sich bei seinem Sturz in die Fangnetze einen Kreuzbandriss zugezogen hat und nun nicht mehr zu weiteren Rennen antreten kann.

Damit gerät der ohnehin schon umstrittene Parallel Riesenslalom weiter in die Negativ-Schlagzeilen. Bereits der Franzose Alexis Pinturault hatte sich äusserst negativ über diese Veranstaltung im FIS Kalender geäussert und kritische Fragen gestellt.

Auch wenn Simon Maurberger aus eigener Kraft die Abfahrt ins Tal bewältigen konnte, bleibt die schwere Knieverletzung doch ein deutlicher Rückschlag für den Südtiroler, der in wenigen Tagen seinen 25. Geburtstag feiern wird. Allerdings unter weniger schönen Vorzeichen. Mit in Leidenschaft gezogen wurde auch der Meniskus im rechten Knie, was die Heilung nicht unbedingt einfacher und schneller macht.

Nach Dominik Paris und Manfred Mölgg ist Maurberger nunmehr der dritte Südtiroler Alpinläufer, der auf diese Weise die Saison vorzeitig beenden muss. Auch unter diesem Gesichtspunkt stellt sich die Frage nach dem Wert der Skiatlethen, die zugunsten spektakulärer Rennen immer mehr zu Statisten im Skizirkus werden. Wer da den Vergleich zu den Gladiatoren der Antike sucht, liegt wohl nicht gänzlich verkehrt.

Auch die Verletzung des Südtirolers Simon Maurberger lässt die Frage offen, ob ein Parallel Riesentorlauf unter solchen Bedingungen wie in Chamonix wirklich ein sportliches Ereignis oder vielmehr ein Fehlgriff der Organisatoren der FIS sein dürfte.

 

Text: skionline

 

Quelle: sportnews.bz, instaaccount Simon Maurberger

 

Bild: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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