Fallen die Weltcup-Rennen von Bormio ins Wasser?

Fallen die Weltcup-Rennen von Bormio ins Wasser?
05.07.2017 14:56:01 | skionline.ch, Peter Gerber
Kaum zurück im Weltcup-Kalender scheint Bormio als Weltcup-Ort schon wieder aus diesem zu verschwinden. Das zumindest meldet www.ilgiorno.it.

Die Freude bei den Rennfahrern und den Fans war gross, als nach der FIS-Kalenderkonferenz von Portoroz im Mai Bormio als Veranstalter einer Abfahrt und einer Kombination im Weltcup-Kalender 2017/18 Unterschlupf gefunden hatte. Die Rückkehr des schwierigen Rennens auf der 3186 Meter langen Stelvio-Piste war nach vier Jahren Pause für den 28./29. Dezember vorgesehen. Nun scheint diese Rückkehr sehr stark gefährdet zu sein. Wie www.ilgiorno.it heute (5. Juli) meldet sollen die Organisatoren nicht in der Lage sein die Rennen organisieren zu können und hätten den italienschen Schneesportverband FISI entsprechend informiert. Die Rennen sollen nun im nahe gelegenen Santa Caterina ausgetragen werden. Laut ilgiorno.it soll es zeitlich nicht mehr möglich sein, dass die Beschneiungsanlagen entsprechend verbessert werden können. Auch fehlt offenbar die Lösung dafür, wie an den Trainings- und Rennagen das touristische Skifahren und der Rennbetrieb parallel stattfinden können.

Seit 1993 war das Rennen von Bormio fixer Bestandteil im Weltcup, fand aber 2014, 2015 und 2016 nicht statt, weil die Betreiber der Bergbahnen in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr lieber auf Einnahmen aus dem Tourismus als auf den Weltcup-Zirkus gesetzt haben. So ganz sicher, das Plan A mit Bormio als Austragungsort 2017/18 funktionieren wird, war FIS-Renndirektor Markus Waldner im Anschluss an die FIS-Kalenderkonferenz von Portoroz nicht: "Santa Caterina bleibt aber unser Plan B", so Waldner damals gegenüber skionline.ch. Nun scheint Plan B tatsächlich zur Anwendung kommen zu müssen.

Die letzte, am 29. Dezember 2013 ausgetragene Weltcup-Abfahrt von Bormio gewann Aksel Lund Svindal vor Hannes Reichelt und Erik Guay. Für den bisher letzten Sieg eines Schweizers auf der Stelvio-Piste sorgte am 29. Dezember 2011 Didier Defago. Der Romand setzte sich damals vor Patrick Küng und Klaus Kröll durch.

wird ergänzt/aktualisiert....
Quelle: www.ilgiorno.it / www.neveitalia.it
Foto: Agence Zoom