Klassentreffen der "Crazy Canucks" in Wengen

Klassentreffen der
11.01.2017 18:24:53 | skionline.ch, Peter Gerber
APA. Anlässlich 50 Jahre FIS Ski-Weltcup haben die Organisatoren der Lauberhornrennen die legendäre Rennläufergruppe "Crazy Canucks" nach Wengen eingeladen. Es ist ein seltenes Ereignis, dass Jim Hunter, Dave Irwin, Ken Read und Steve Podborski sich zu viert wiedersehen. Der fünfte Kanadier im Bunde, Dave Murray, erlag 1990 einer Krebserkrankung.

Das in den 1970er- und 1980er-Jahren für seine Risikobereitschaft bekannte Quintett der "Crtazy Canucks" sorgte nicht nur mit legendären Stürzen, sondern auch sportlich für Furore. Am erfolgreichsten waren Podborksi mit acht und Read mit fünf Siegen. Auf dem Lauberhorn wurde nach Stürzen von Read und Irwin 1976 ein Streckenteil nach ihnen benannt - der "Canadian Corner", eine Rechtskurve unterhalb von Hundschopf und Minschkante.

Read gewann 1980 die erste von zwei Abfahrten auf dem Lauberhorn in jenem Jahr. "Man erinnert sich immer an alle Momente bei einem Sieg", meinte der 61-Jährige rückblickend. Nie in Wengen erfolgreich war Podborski. "Das ist eine grosse Schande. Ich habe hundert Ausreden", sagte der Olympia-Dritte von 1980, stellte aber fest: "Die Abfahrt ist immer noch eine große Herausforderung." Nach einem Lokalaugenschein auf der Strecke meinte Hunter: "Es ist viel besser präpariert als damals. Als wir fuhren, da waren überall Löcher."
Foto: zvg