Hütters Lenzerheide-Höhenflug dank "tiefem Fliegen"

Hütters Lenzerheide-Höhenflug dank
12.03.2016 14:49:25 | skionline.ch, Peter Gerber
In ihrem 60. Weltcup-Rennen hat es für Cornelia Hütter mit dem ersten Sieg geklappt. Die gebürtige Grazerin war am Samstag im Lenzerheide-Super-G  die Schnellste und suchte danach nach Worten. Zuerst.

"Ich bin normalerweise nicht auf den Papp'n gefallen (auf den Mund gefallen, die Red.), aber heute fällt mir nichts ein", stammelte die 23-jährige CorneliaHütter im ersten TV-Interview. "Ich bin am Start gestanden und habe gewusst, dass ich's drauf hab' und schnell Ski fahre. Ein paarmal muss es im Super-G schon zwicken, dass man schnell ist. Ich dachte nur: tief fliegen und die Ski laufen lassen. Das ist mir super gelungen.", sagte Hütter, die im vorletzten Super-G in diesem Winter mit Startnummer 22 als Letzte der Topgruppe an der Reihe war. Ihr Handy stellte sie im Zielraum auf lautlos. "Ich glaube, daheim drehen sie jetzt durch."



Vor Hütter hatte ihre Kollegin Tamara Tippler (Video unten) die zwischenzeitliche Bestzeit in den Schnee gezogen. "Ich kann es gar nicht glauben. Ich habe so viele Fehler gemacht eigentlich", meinte die immer unbekümmert wirkende 24-Jährige, die heuer im Super-G bereits in Lake Louise und Soldeu als Zweite bzw. Dritte auf dem Podest gestanden war. "Dass zwei Steirerinnen vorne sind, ist voll cool. Ich vergönne es der Conny wirklich", sagte Tippler, die bei der Landung nach dem letzten Sprung nur mit Mühe einen Sturz vermeiden konnte.



Für die österreichischen Frauen war es der dritte Sieg in diesem Weltcup-Winter, nachdem Eva-Maria Brem bereits zwei Riesenslaloms gewonnen hatte. Zum überaus erfreulich Abschneiden des ÖSV-Teams trugen auch Elisabeth Görgl als Neunte, Stephanie Venier auf dem elften Platz und Rosina Schneeberger bei, die auf Position 19 kam. Die nach ihrem Sturz im Jasna-Riesenslalom am Knie lädierte Michaela Kirchgasser wurde 27. "Ich kann sagen, das Knie hält", stellte die Salzburgerin klar.