Marc Gisin muss die Saison abbrechen

Marc Gisin muss die Saison abbrechen
08.12.2016 10:48:53 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Marc Gisin hat die WM-Saison 2016/17 aus gesundheitlichen Gründen abbrechen müssen. Ermüdungserscheinungen haben den Engelberger zu diesem Schritt gezwungen.

Für Marc Gisin ist der Ski-Winter 2016/17 berits vorbei. Abfahrtstrainer Sepp Brunner bestätigt gegenüber skionline.ch eine Meldung auf blick.ch wonach der Engelberger die Saison aus gesundheitlichen Überlegungen abbrechen muss. "Es stimmt, Marc hat sich wegen gesundheitlicher Überlegungen dazu entschieden, die Saison vorzeitig zu beenden", sagt Brunner auf Anfrage von skionline.ch. "Das ist ein harter Schlag für ihn und für unser Abfahrtsteam. Aber letztlich ist es der richtige Entscheid und ich bin froh, hat Marc diesen so getroffen."

Seit Oktober hatte Gisin mit Schlafstörungen und Symptomen schneller Ermüdung zu kämpfen. skionline.ch wusste, dass diese Probleme auch während des Trainingslagers in den USA nicht besser wurden. "Dort ging es auf der Piste noch. Aber jede Fahrt, die über 50 Sekunden dauerte, wurde zum Problem. Marc war völlig entkräftet – auch nach der Abfahrt in Val d'Isère. Und wenn du auf der Abfahrt mit dermassen hohem Tempo unterwegs bist, wird das einfach zu gefährlich", sagt der Trainer.

Ob die gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit Gisins fürchterlichem Sturz 2015 an der Hausbergkante in Kitzbühel stehen, muss angenommen werden. Der Engelberger erlitt damals ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Einblutung unter der Schädeldecke. Im Winter 2015/16 meldet sich Gisin wieder mit guten Resultaten zurück und ausgerechnet in Kitzbühel gelang ihm mit Rang 5 das beste Karriereergebnis. Im Sommer 2016 war der 28-Jährige weiterhin auf einem sehr guten Weg. "Er war meistens der Schnellste in der Gruppe und hat sehr hart gearbeitet", weiss Brunner.

"Leider muss ich die Saison beenden, bevor es wirklich beginnt. Grosse Schlafprobleme seit Anfang Oktober lutschten das letzte Stückchen Energie aus mir heraus und zeigte mir, dass einige Teile des Nervensystems nach meinem Crash in Kitzbühel im Jahr 2015 noch nicht vollständig geheilt sind. Sehr enttäuschend für mich, eine Saison mit den Weltmeisterschaften in der Schweiz so zu beenden. Aber am Ende ist es die richtige und notwendige Entscheidung", hält Gisin auf den Kanälen der sozialen Medien fest.



 
Foto: Agence Zoom