Cornelia Hütter nach Kreuzbandriss out

Cornelia Hütter nach Kreuzbandriss out
04.01.2017 16:00:51 | skionline.ch, Peter Gerber
APA. Österreichs Frauen-Team muss einen weiteren Rückschlag wegstecken. Cornelia Hütter hat sich heute beim Super-G-Training das Kreuzband gerissen.

Österreichs Frauen-Team muss einen weiteren schweren Rückschlag verkraften: Speed-Spezialistin Cornelia Hütter, die heuer mit Platz zwei in der Abfahrt in Val d'Isere für den bisher einzigen ÖSV-Podestplatz in der WM-Saison gesorgt hat, zog sich am Mittwoch beim Super-G-Training in Saalbach schwerste Verletzungen im rechten Knie zu. Riss des vorderen Kreuzbandes sowie Riss des Innen- und Aussenmeniskus lautete die vernichtende Diagnose von ÖSV-Arzt Torsten Walker nach einer MRI- und Röntgenuntersuchung im Klinikum Schwarzach. Nach dem Saisonaus von Österreichs Sportlerin des Jahresund Riesenslalom-Weltcupsiegerin Eva-Maria Brem (doppelter Unterschenkelbruch im linken Bein) sowie Slalom-Spezialistin Carmen Thalmann (Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie) fällt damit eine weitere Leistungsträgerin des Österreichischen Skiverbands
(ÖSV) aus.

Speed-Spezialistin Hütter zählte zu den grössten ÖSV-Medaillenhoffnungen für die Weltmeisterschaften von 6. bis 19. Februar in St. Moritz. "Wir haben heute bei guten Bedingungen trainiert. Bei der Landung hat das Knie nachgegeben, und ich bin direkt ins nächste Tor gefahren und gestürzt", beschrieb die 24-jährige Steirerin den verhängnisvollen Moment bei der dritten Trainingsfahrt. "Sicher ist die Diagnose ein großer Schock für mich. Ich hatte noch nie eine schwerere Verletzung. Das ist eine neue Hürde für mich, die ich mit Sicherheit gut überwinden werde."

"Es ist sehr verhext und sehr traurig, dass es eine nach der anderen erwischt", betonte ÖSV-Damen-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum am Mittwoch. "Ich persönlich habe in meiner Trainerzeit noch nie annähernd so etwas erlebt und kann mich auch nicht erinnern, dass es schon einmal so extrem war. Irgendwo glaubt man dann nicht mehr an Zufall." Aus der Schilderung von Hütter dürfte die Verletzung "wahrscheinlich schon bei der Landung passiert sein. Sie konnte danach nicht mehr reagieren", erklärte Kriechbaum.

Auch die 28-jährige Tirolerin Brem und die 27-jährige Kärntnerin Thalmann hatten sich ihre schweren Verletzungen bei Trainingsstürzen im November zugezogen. Daneben laborierten bzw. laborieren in der WM-Saison auch noch Ricarda Haaser (Schuhrandprellung sowie einem Haarriss im Wadenbein), Tamara Tippler (Teileinriss und eine Zerrung des vorderen Kreuzbandes im linken Knie) und Katharina Gallhuber (Knochenprellung im rechten Sprunggelenk) an Blessuren. Dieses Trio sollte aber bei der WM dabei sein. Anna Veith gab erst nach Weihnachten in den Riesenslaloms am Semmering ihr Comeback nach einer im Herbst 2015 erlittenen schweren Knieverletzung. Die 27-jährige Salzburgerin hat als Titelverteidigerin in Super-G und Riesentorlauf einen Fixplatz im WM-Team.
Hütter hatte mit Platz zwei in der Abfahrt von Val d'Isère am 17. Dezember für den bisher einzigen Stockerlplatz der Österreicherinnen in dieser Saison gesorgt - derstandard.at/2000050240398/Cornelia-Huetter-mit-schwerer-Knieverletzung
Hütter hatte mit Platz zwei in der Abfahrt von Val d'Isère am 17. Dezember für den bisher einzigen Stockerlplatz der Österreicherinnen in dieser Saison gesorgt. - derstandard.at/2000050240398/Cornelia-Huetter-mit-schwere
Hütter hatte mit Platz zwei in der Abfahrt von Val d'Isère am 17. Dezember für den bisher einzigen Stockerlplatz der Österreicherinnen in dieser Saison gesorgt. - derstandard.at/2000050240398/Cornelia-Huetter-mit-schwerer-Knieverletzung

Foto: Agence Zoom