Ruedi Arnet: „Swiss Made spielt eine wichtige Rolle“

Ruedi Arnet: „Swiss Made spielt eine wichtige Rolle“
14.02.2017 04:22:13 | skionline.ch, Peter Gerber
pd. Stöckli steht für Leidenschaft und Perfektion. Es gibt keine Kompromisse in Sachen Qualität, Material oder Leistung. Die Suche nach dem perfekten Ski treibt das sportbegeisterte Entwicklungs-Team von Stöckli an. Allen voran der Leiter Entwicklung und Design Ruedi Arnet. Seit über 40 Jahren investiert er tagtäglich viel Herzblut in die Entwicklung des zukünftigen Stöckli Skis.

Seit 1935 stellt Stöckli Skis her und ist somit der letzte grosse Skibauer in der Schweiz. In dieser knapp über 80-jährigen Erfolgsgeschichte hat sich vieles verändert und weiterentwickelt. „Lag der Fokus früher weniger auf dem Design, ist dieses heute beim Skibau ein allgegenwärtiges Thema. Nicht nur, weil es heute für jeden Fahrstil und für jede Disziplin ein Skimodell gibt und so das Design auf den jeweiligen Charakter des Skis abgestimmt werden soll, sondern weil dem Kunden die Ästhetik nebst der Qualität am Herzen liegt. Schlicht und trotzdem etwas extravagant muss ein Ski sein. Ein Fahrer möchte sich mit seinem Ski identifizieren. Nicht nur aufgrund seines Fahrstils, sondern auch aufgrund des Designs“, sagt Ruedi Arnet.

Ruedi Arnet, wie setzen Sie beim Skibau das Bedürfnis nach Extravaganz um?
"Bei unserem Skimodell Otwo beispielsweise. Hier werden Bambuselemente auf die Skioberfläche eingearbeitet. Der Einsatz von Bambus trifft den Nerv der Zeit, da zum einen das Material sehr ökologisch ist, worauf heutzutage viel Wert gelegt wird und zum anderen hat der Einsatz von Bambus auch etwas Edles an sich, was wiederum das Bedürfnis nach Ästhetik unterstreicht."

Und nebst all diesen Entwicklungen und Trends, gibt es auch Altbewährtes im Skibau?
"Ja, das gibt es. Zum Beispiel bei den Rohstoffen. Ich habe schon mit vielen verschiedenen Rohstoffen gearbeitet, auch im Kunststoffbereich. Im Gegensatz zum Kunststoff, welcher empfindlich auf Wärme und Kälte reagiert und sich schnell verformt, ist Holz ein neutrales Material, welches sich stets bewährt hat."

Und in Bezug auf das Unternehmen Stöckli?
"Exklusivität sowie Swiss Made spielen bei uns seit jeher eine wichtige Rolle. Ein Stöckli-Ski ist kein Massenprodukt. In der Skimanufaktur im luzernischen Malters, wo die Ski hergestellt werden, wird vieles noch von Hand bearbeitet und kontrolliert. Das soll in Zukunft auch so beibehalten werden."
Quelle und Fotos: Stöckli