Tina Weirather schnappt Ilka Stuhec die Kugel weg

Tina Weirather schnappt Ilka Stuhec die Kugel weg
16.03.2017 17:25:27 | skionline.ch, Peter Gerber
peg/APA. Erste Kristallkugel für Tina Weirather. Die Liechtensteinerin fängt im letzten Super-G des Weltcup-Winters Ilka Stuhec noch ab und der Slowenin die Kugel vor der Nase weg.

Tina Weirather hat am Donnerstag ihre Jagd auf die Slowenin Ilka Stuhec und die Super-G-Kristallkugel erfolgreich beendet. Es ist die erste für die Liechtensteinerin, die das finale Rennen in Aspen vor Stuhec (+0,35 Sek.), Frederica Brignone (It/0,36) und den Österreicherinnen  Nicole Schmidhofer (0,74), Elisabeth Görgl (1,34), Ricarda Haaser (1,38) und Christine Scheyer (1,46) gewann.

Der Jubel um Weirather im Zielraum war gross, hat sie ihrer Karriere doch auch bereits zahlreiche schwere Verletzungen hinter sich, darunter vier Kreuzbandrisse. Es war der siebente Weltcupsieg für die 27-jährige Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather, die heuer bei der WM Silber gewann. Zählt man auch die Leistungen von Onkel Andreas dazu, dann war es die zwölfte Kristallkugel für den Weirather-Wenzel-Clan.

Das Warten im Ziel bezeichnete Weirather als "Horror", und sie sei auch schon am Start nervös gewesen. "Meine Fahrt war sehr gut, ich habe alles riskiert, und es ist aufgegangen", sagte die Atomic-Pilotin, die mit 15 Zählern Rückstand auf Stuhec in das Finale gegangen war und am Ende fünf Punkte Vorsprung hatte. "Wahnsinn, es war heute wirklich nicht einfach. Ich bin total happy, dass es heute geklappt hat. Es war Nervenkrieg ohne Ende, ich habe alles riskiert."

Der Gesamt-Weltcup ist rechnerisch noch nicht entschieden, da Stuhec ihren Rückstand auf Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin aus den USA vor den letzten beiden Technikrennen beim alpinen Saisonfinale in Aspen auf 198 Punkte verkürzte. "Der zweite Platz ist definitiv nicht schlecht, ich habe die Kugel nicht heute verloren", sagte Stuhec, die sich bereits die Kombi- und Abfahrtswertung geholt hatte. Ob sie noch beide ausstehenden Rennen in Colorado bestreiten wird, ist noch nicht entschieden.

Eine der ersten Gratulantinnen für die in Tränen aufgelöste Weirather war Weltmeisterin Schmidhofer. Sie freue sich sehr für diese, nach allem, was sie bereits mitgemacht habe. "Sie hat eine geile Saison, eine richtig konstante Saison." Mit ihrer eigenen Leistung war sie zufrieden. "Ein, zwei Schwünge habe ich eine bisserl verbremst, es ist ein bisserl unruhiger, als ich mir gedacht habe, aber passt. Es war eine gute Fahrt zum Abschluss", sagte die Steirerin.

Aspen (USA). Weltcup-Final, Frauen. Super-G: 1. Tina Weirather (Lie) 1:11,66. 2. Ilka Stuhec (Slo) 0,35 zurück. 3. Federica Brignone (It) 0,36. 4. Nicole Schmidhofer (Ö) 0,74. 5. Elisabeth Görgl (Ö) 1,34. 6. Ricarda Haaser (Ö) 1,38. 7. Christine Scheyer (Ö) 1,46. 8. Viktoria Rebensburg (D)  1,65. 9. Tessa Worley (F) 1,70. 10. Elena Curtoni (It) 1,83. 11. Corinne Suter (Sz) 2,34. 12. Stephanie Venier (Ö) 2,44. 13. Ragnhild Mowinckel (No) 2,67. 14. Francesca Marsaglia (It) 3,10. 15. Joana Hählen (Sz) 3,35. – Ausgeschieden: Jasmine Flury (Sz), Lindsey Vonn (USA), Laurenne Ross (USA), Sofia Goggia (It), Johanna Schnarf (It), Tiffany Gauthier (F).

Der Weltcup. Super-G (Schlussstand): 1. Tina Weirather (Lie) 435. 2. Ilka Stuhec (Slo) 430. 3. Lara Gut (Sz) 300. 4. Elena Curtoni (It) 271. 5. Stephanie Venier (Ö) 255. – Ferner: 13. Corinne Suter (Sz) 124. 22. Jasmine Flury (Sz) 74. 23. Joana Hählen (Sz) 71. 29. Priska Nufer (Sz) 46. 40. Fabienne Suter (Sz) 20. 41. Michelle Gisin (Sz) 14. 48. Jasmina Suter (Sz) 9. 53. Denise Feierabend (Sz) 4.
Foto: Agence Zoom