Marcel Hirscher fährt weiter, wenn ....

Marcel Hirscher fährt weiter, wenn ....
20.04.2017 07:58:50 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Österreichs Ski-Held Marcel Hirscher ist wieder präsent: als Radiomoderator, Gastgeber beim Fan-Fest und Interview-Partner. Im Raum stand auch die Frage nach dem Karriereende.

Amerikaner und Norweger testen in Skandinavien, die Franzosen und Deutschen in Val d'Isère, Christof Innerhofer am Speikboden, Frida Hansdotter lässt es sich in Tokyo gut gehen, Charlotte Chable flaniert am Strand von Santa Monica und die meisten andern Schweizerinnen und Schweizer sind im Ferienmodus. Nach dem Saisonfinal von Aspen ist es um Marcel Hirscher ruhiger geworden. Der Österreicher, der 2016/17 die sechste grosse Kristallkugel in Folge, drei kleine Kristallkugeln und drei WM-Medaillen – zwei davon goldene – hatte gewinnen können, zog sich nach der Saison vorübergehend zurück. "Ausspannen, Abstand gewinnen, Handy aus – komplett abschalten", meldete Hirscher damals auf seinem Blog. Nun ist er wieder da. Am 20. April fungierte der 28-Jährige als Moderator der "Hirscher-Show" in einem österreichischen Radiosender und stellte seine Lieblingssongs vor. In seiner Playlist unter anderem Hits von Mumford & Sons, Kings of Leon, Mighty Oaks oder Kaleo. Am Samstag (22. April) steigt in Salzburg das grosse Fan-Fest, der "Race Club 6.0".

Das Ziel vieler Sportlerinnen und Sportler ist es, die Karriere auf dem Höhepunkt beenden zu können. Logisch deshalb, dass Marcel Hirscher immer wieder danach gefragt wird, ob er denn seine Karriere 2017/18 fortsetzen werde. Und Hirschers Antwort gegenüber dem Interviewer der "Kronen Zeitung" beinhaltet nichts wirklich Neues. "In Stein gemeisselt ist gar nichts", sagt der Salzburger. "Sollte ich merken, dass ich die Vorbereitung nicht so durchziehen kann, wie ich will, weil meine Motivation nicht passt, mein Körper oder mein Geist nicht wollen, dann hab ich das zu akzeptieren." Grundsätzlich aber ist davon auszugehen, dass Hirscher die Olympia-Saison in Angriff nehmen wird, schliesslich fehlt ihm die goldene Olympiamedaille noch. "Sollte es funktionieren, wär's super, echt genial", sagt der Salzburger zur Aussicht auf Gold in Korea. Sollte er dieses Ziel nicht erreicht, so könne aber auch keiner sagen, dass die Karriere von Hirscher ein "Vollschmarren" gewesen sei, sagt der Salzburger. Und da Hirscher Herausforderungen mag warten auf ihn neben den Olympischen Spielen auch noch neue Ski – der Materialwechsel im Riesenslalom wird Tüftler Hirscher auf den Plan rufen.

Foto: Symphonie/ Andreas Tröster