Der Saisonauftakt in Sölden ist für Anna Veith "unrealistisch"

Der Saisonauftakt in Sölden ist für Anna Veith
05.05.2017 19:15:22 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Rund zwei Monate nach der Operation an der Patellasehne spricht Anna Veith über die Zukunft. Ihr Comeback soll über die Speed-Disziplinen führen und ein Start in Sölden sei "unrealistisch"

Sie sei, was das Training betreffe, im Soll und froh darüber, zur Operation an der Patellasehne des linken Knies zugestimmt zu haben, sagt Anna Veith im Interview auf www.krone.at. "Ich bin überzeugt, dass es wieder funktionieren kann. Aber es braucht sehr viel Geduld." Die 27 Jahre alte Österreicherin peilt eine Rückkehr auf den Schnee – unter der Voraussetzung fit genug zu sein – für den Monat Oktober an. Der Saison-Auftakt in Sölden sei "kein Ziel" und "unrealistisch". Nach der Operation im März sagte ihr behandelnder Arzt bereits, dass frühestens in einem halben Jahr, also Anfang Oktober, das Skifahren wieder möglich sein werde (skionline.ch berichtete).

Das rechte Knie, welches sich Veith am 21. Oktober 2015 bei einem Trainingssturz auf dem Rettenbachferner in Sölden schwer verletzt hatte (Riss des vorderen Kreuzbandes, des rechten Seitenbandes, der Innen- und Außenmenisken sowie der Patellarsehne), sei soweit wieder stabil, sagt die Super-G-Olympiasiegerin von Sotschi. Veith schränkt aber ein, dass die Patellasehne nie mehr so sein werde, wie vor dem Unfall. "Es gibt eine Riss- Stelle, bei der die Nerven getrennt wurden und ich kein Gespür mehr habe." Das sei lange ein Problem beim Muskelaufbau geweisen, weil die Impulse nicht richtig angekommen seien.

Ihr vorrangiges Ziel sei es, wieder schmerzfrei zu sein und über die Speed-Disziplinen in den Weltcup zurück zu kehren. Olympia sei ein Thema und wirke motivierend, aber körperlich sei sie davon noch weit entfernt. Auch der 3. Platz von Cortina im Januar sei für die Motivation wichtig gewesen, merkt Veith an. Sie sei nie schmerzfrei gewesen und der Schmerz fresse einem auf, wenn man nicht erfolgreich sei. "Früher haben die vielen Erfolge alles überstrahlt."

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Quelle: www.krone.at
Foto: Dani Fiori