Christian Leitner kehrt nach Finnland zurück

Christian Leitner kehrt nach Finnland zurück
17.05.2017 15:37:42 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Der Österreicher Christian Leitner verlässt den spanischen Skiverband und kehrt als Trainer nach Finnland zurück. "Es ist wie heimkommen", sagt Leitner.

Christian Leitner kehrt als Trainer nach Finnland zurück und baut dort eine Slalom-Mannschaft hinsichtlich der Olympischen Spiele 2022 in Peking auf. Der 52-jährige Kitzbüheler, Sohn der Ski-Legende "Hias" Leitner, verlässt deshalb den spanischen Skiverband nach zwei Jahren vorzeitig. In Spanien hätte Leitner, wie jetzt in Finnland, ein Team für die Olympischen Spiele – allerdings jene von 2018 – aufbauen sollen. Er habe unter anderem die sprachlichen Schwierigkeiten etwas unterschätzt, gibt Leitner gegernüber skionline.ch als einen der Gründe für die vorzeitige Trennung an.

"Ich freue mich jetzt riesig darauf,  wieder in Finnland arbeiten zu können", so Leitner. Der Österreicher zeichnete einst maßgeblich für die Erfolge von Slalom-Weltmeister (1999) Kalle Palander verantwortlich. "Ich kehre dorthin zurück, wo ich mich am wohlsten gefühlt habe und wo ich die grössten Erfolge hatte. Es ist wie heim kommen." Leitner wird eine Gruppe mit sechs jungen Fahrern (Jahrgänge 1997 bis 2000) betreuen und langsam über die FIS- und Europacup-Rennen an den Weltcup heranführen. "Das Ziel ist, die Fahrer an die Olympischen Spiele 2022 zu bringen", so Leitner.

Während 13 Jahren hatte er bereits erfolgreich in Finnland gearbeitet und war dann ab 2010 in Japan engagiert. Schon dort war ursprünglich geplant, dass Leitner bis und mit Olympia 2018 bleiben wird. 2015 ging dann aber die Zusammenarbeit mit dem japanischen Verband vorzeitig zu Ende. Vor seinem Engagement in Spanien 2015 meinte Leitner noch, dass dieses womöglich seine letzte Station als Trainer sein könnte. Der Tiroler hat sich geirrt.

2004 war Leitner auch aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Karl Frehsner als Cheftrainer der Schweizer Männer. Der Tiroler blieb in Finnland und Cheftrainer in der Schweiz wurde Martin Rufener. Auch später wurde bei Trainer-Vakanzen im Schweizer Verband Leitner als möglicher Kandidat gelegentlich wieder ins Spiel gebracht – zu einem Engagement kam es aber nie.
Foto: zvg