Henrik Kristoffersen vom Team-Training ausgeschlossen

Henrik Kristoffersen vom Team-Training ausgeschlossen
15.06.2017 19:08:32 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Der Sponsoren-Streit zwischen Henrik Kristoffersen und dem norwegischen Verband geht in die nächste Runde. Der sechsfache Junioren-Weltmeister ist aus dem norwegischen Nationalteam-Training ausgeschlossen worden.

Wie diverse Medien mit Berufung auf den norwegischen TV-Sender NRK melden, ist Technik-Spezialist Henrik Kristoffersen bis auf Weiteres aus dem Nationalteam-Training des norwegischen Verbandes ausgeschlossen worden. Der Grund für diesen Schritt ist kein neuer, dreht es sich doch noch immer um den schon seit einiger Zeit schwelenden Konflikt bezüglich dem Helmsponsor. Slalom-Spezialist Kristoffersen hätte gerne – wie Teamkollege Aksel Lund Svindal – einen Vertrag mit Red Bull als Kopfsponsor abgeschlossen. Das ist aber nicht möglich, weil der Verband sämtliche Werbeflächen auf den Kopfbedeckungen dem Generalsponsor "Telenor" zugesichert hat. Svindals Vertrag mit dem österreichischen Energiedrink-Hersteller ist einige Zeit vor dem Telenor-Deal unterzeichnet worden und geniesst deshalb einen Exklusiv-Status (skionline.ch berichtete).

Wegen diesen Differenzen hat Kristoffersen die Athletenvereinbarung mit dem nationalen Verband nicht unterzeichnet. "Wir bemühen uns derzeit um einen Vertrag mit Henrik. Bis wir einig sind, trainiert er für sich allein", erklärte Verbands-Sportdirektor Claus Ryste gegenüber dem norwegischen TV-Sender NRK. Grosse Unterschiede macht das im Fall von Kristoffersen nicht, denn der am 2. Juli 23 Jahre alt werdende Norweger und Herausforderer von Marcel Hirscher bestreitet so oder so einen grossen Teil seines Trainings in Eigenregie.

Allerdings ist eine unterzeichnete Athletenvereinbarung mit den nationalen Verbänden ist notwendige Voraussetzung, damit Athletinnen und Athleten die Weltcup-Saison bestreiten können. Vor einem Jahr hatte Kristoffersen die Athletenvereinbarung unterzeichnet, war aber mit dem Inhalt (Kopfsponsor) nicht einverstanden und zog deshalb gegen den Verband vor Gericht. Das Bezirksgericht Oslo aber lehnte Kristoffersens Klage im Dezember 2016 ab.

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Foto: Agence Zoom
Quelle: srf.ch