Neuseeland als Trainings-Hotspot für die Techniker

Neuseeland als Trainings-Hotspot für die Techniker
26.06.2017 11:52:32 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Die Schweizer Techniker um Kombi-Weltmeister Luca Aerni (Bild) werden – wie schon 2016 – im August in Neuseeland trainieren. Dort werden sie viele Konkurrenten aus andern Nationen antreffen.

Im August wird Neuseeland wieder zu einem Hotspot für viele Weltcup-Fahrer. Unter anderen werden die Schweizer Techniker der Weltcupgruppen 2 und 3 ab den 9. August in Arrowtown ihr Lager beziehen und von dort aus während vier Wochen zu den Trainings nach Coronet Peak und Cardrona reisen. "Neuseeland bietet hervorragende Möglichkeiten. Die Schneeverhältnisse stimmen in der Regel und das Gelände bietet dank den Übergängen einiges", hält Swiss-Ski-Gruppentrianer (WC3) Matteo Joris fest. Joris' Fahrer Luca Aerni, Justin Murisier, Reto Schmidiger, Marc Rochat, Daniel Yule und Ramon Zenhäusern werden zuvor (16. bis 19. Juli und 23. bis 30. Juli auf dem Gletscher von Zermatt die ersten Blöcke mit Schneetrainings absolvieren. Ungefähr zur selben Zeit wird sich die Weltcupgruppe 3 (Gruppentrainer Helmut Krug) mit den Fahrern Gino Caviezel, Marco Odermatt, Loïc Meillard und Elia Zurbriggen auf dem Stilfserjoch die Ski anschnallen.

Im Vergleich mit den Trainings auf den Schweizer Gletschern bieten die Übungseinheiten in Neuseeland dank der geringeren Höhe über Meer und der dadurch bessern Sauerstoffversorgung die Chance, grössere Umfänge trainieren und mehr Fahrten absolvieren zu können. Vorteile, die sich natürlich nicht nur die Schweizer zueigen machen werden. Im Vorjahr waren neben den Swiss-Ski-Athleten auch Amerikaner, einige Norweger und Slowenen und vom ÖSV Manuel Feller, Dominik Raschner, Michael Matt, Marcel Mathis oder Christian Hirschbühel in Neuseeland am Werk.

Heuer werden, das hat Cheftrainer Matthias Berthold gegenüber skionline.ch bestätigt, auch die Deutschen Felix Neureuther, Fritz Dopfer, Stefan Luitz, Linus Strasser und Benedikt Staubitzer nach Ozeanien reisen und sich dort vom 8. August bis zum 10. September auf den Olympia-Winter vorbereiten. Und auch aus Schweden werden zwischen dem 8. August und dem 5. September die sechs Technik-Spezialisten Andre Myhrer, Mattias Hargin, Matts Olsson, Kristoffer Jakobsen, Mattias Rönngren und Gustav Lundbäck – begleitet von fünf Trainern, drei Serviceleuten und einem Physiotherapeuten – auf den Trainingspisten von Coronet Peak und Cardrona erwartet. Und auch die ÖSV-Techniker um Manuel Feller, Mrco Schwarz und Michael Matt werden vom 10. August bis Anfang September wieder in Neuseeland an ihrer Form arbeiten.

Welche Trainer allenfalls ihre Fahrer Rennen im Rahmen des Australien-Neuseeland-Cups fahren lassen werden, wird erst kurzfristig entschieden. "Wir haben geplant, dass unsere Athleten Ende August die beiden Slaloms und die zwei Riesenslaloms in Coronet Peak fahren werden", sagt der Schweizer Trainer Matteo Joris.
 
Foto: Agence Zoom