Adrenalin-Kicks im Multipack für die ÖSV-Speed-Asse

Adrenalin-Kicks im Multipack für die ÖSV-Speed-Asse
14.07.2017 18:49:13 | skionline.ch, Peter Gerber
pd/peg. Der Konditionskurs der Trainingsgruppe Speed 2 stand in der vergangenen Woche unter dem Motto: Adrenalin pur. ÖSV-Coach Christian Perner hatte für das Team in und rund um Schladming ein buntes Programm zusammengestellt.

Kein Platz für Höhenangst, Wasserscheuheit oder Platzangst. Ein Teil der ÖSV-Speed-Asse, genauer die Trainingsgruppe Speed 2, wurde diesbezüglich auf Herz und Nieren geprüft. "Das aussergewöhnliche Training hat brutal Spass gemacht und war eine super Abwechslung zum normalen Konditions- und Krafttraining", sagt Fredric Berthold. "Am ersten Tag waren wir nicht auf dem Dachstein, wir waren tief im Dachstein“, schwärmt Trainer Perner. Das Dachsteinloch befindet sich inmitten der Sockelmasse der Dachstein-Südwand. „In der Naturhöhle sind wir teilweise kriechend oder auf dem Bauch robbend bis zum Ramsauer Dom vorgedrungen. Platzangst war hier sicher nicht von Vorteil“, so Perner.

Für die gesamte Trainingsgruppe stand am zweiten Tag ein Segelkunstflug auf dem Programm. Pilot und Segelkunstflug-Staatsmeister Luki Huber absolvierte in 40 Minuten Loopings, Turns, Auf- und Abschwünge, Rollen und Rückflug bei variierenden Geschwindigkeiten. Fliehkräfte bis zu 7,5 G und negativ Fliehkräfte bis zu 2,5 G brachten die Athleten an die Grenze der Belastbarkeit. "Das hat extrem Spass gemacht und es ist erstaunlich, das ein solches Flugzeug diese Kräfte überhaupt aushält", so der 26-jährige Berthold, der im vergangenen Winter bei der Wengen-Kombination mit einem 3. Platz überraschen konnte. Die Höhe war für Berthold kein Problem. "Die spielt irgendwann keine Rolle mehr und das Gefühl durch die Fliehkräfte ist wie auf einer extremen Achterbahn." Eine willkommene Abwechslung gab es dann am Nachmittag. Die Planai-Bergbahnen luden das Team zu einem E-GoKart-Race ein.

Am dritten Tag mussten Berthold, Dürager und Co. Mut und Überwindung beweisen. Bei der Durchquerung der Strubklamm mussten sie lange Schwimmpassagen und Sprünge aus bis zu 18 Metern Höhe absolvieren. Für Frederic Berthold eine ziemliche Herausforderung, wie er gegenüber skionline.ch gesagt hat. "Die Höhe ist ja nicht so meins und das Runterspringen aus 18 Metern hat wirklich Überwindung gebraucht." Zum Abschluss gab es noch eine intensive Konditionseinheit mit einem Berglauf zum Spiegelsee, der Besteigung des Klettersteigs „Franz“ und der Begehung der Trainingspisten auf der Reiteralm.

"Das war ein super Trainingsblock und wir gehen jetzt Ende Juli gut gerüstet auf die Gletscher in Zermatt und Saas Fee", so Berthold. Der Sommer sei lange genug gewesen, meint der Vorarlberger, der sich auf den Kontakt mit dem Schnee freut. "Ich habe die Krafträume jetzt genügend lange von innen gesehen. Es ist die Zeit gekommen, wieder raus zu gehen." Es muss ja nicht immer Höhlenforschen, "Achterbahn-Segelfliegen" oder Canyoning sein.
Quelle und Foto: ÖSV