Marcel Hirscher: "... und dann gehen wir Ski fahren"

Marcel Hirscher:
05.09.2017 07:59:29 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher berichtet in seinem Blog von einem positiven Heilungsverlauf nach seinem Knöchelbruch. Aber er sagt auch: „Wenn ich in Beaver Creek dabei sein kann, wäre das perfekt – alles andere wäre sehr, sehr optimistisch."

Rund die Hälfte der Zeit mit einem Gipsfuss ist für Marcel Hirscher vorbei und im Dezember will der sechsmalige Gesamtweltcupsieger wieder Rennen fahren. «Ich denke, wenn ich in Beaver Creek dabei sein kann, wäre das perfekt – alles andere wäre sehr, sehr optimistisch», schreibt der Salzburger in seinem Blog. In Beaver Creek finden am 1. Dezember ein Super-G und zwei Tage später ein Riesenslalom statt. Um die Olympia-Teilnahme sorgt sich Hirscher nicht: «Um Pyeongchang mache ich mir überhaupt keine Sorgen! Da werde ich sicher wieder in Top-Form sein.»

Ein ungleich grösseres Problem sieht er hingegen im Materialbereich auf sich zukommen. Wegen der Verletzung ist er in der Umstellung vom Riesen-Ski von 35 Meter Radius auf 30 Meter in Verzug. "Was mir in dieser Situation leider etwas auf den Kopf fällt, ist die Tatsache, dass ich das neue Material nach Ende der letzten Saison nicht mehr getestet habe. Weil die Akkus nach Aspen schlichtweg leer waren, haben wir bewusst entschieden, die neuen RTL-Ski ab September zu testen. Dass das nun nicht möglich ist, macht die kommende Saison schon jetzt extrem spannend. Da fehlen mir zu Beginn, komme was wolle, 20 bis 25 wertvolle Skitage, die mir Alexis und Co. auf dem neuen Material voraushaben." Weil er aber – bis auf gelegentliche "Männerschnupfen" – von gesundheitlichen Problemen verschont geblieben sei wolle er jetzt nicht jammern, so Hirscher.

Aktuell trainiert der Österreicher «Schwachstellen, für die zu dieser Jahreszeit normalerweise keine Zeit wäre. Sprich gewisse Bereiche am Oberkörper, wichtige Hilfsmuskulatur und natürlich den rechten Fuss.» Die Physiotherapeuten haben laut Hirschers Angaben alle Hände voll zu tun und er trainiere jeden Tag so viel er eben könne und dürfe, um den Körper so fit wie möglich zu halten. "Zudem versuche ich mich mental langsam aber sicher auf Wettkampfmodus zu trimmen. Für mich ist es wichtig, trotz Gipsfuss meinen Rhythmus und den richtigen Mindset zu finden. In diesem Sinne, warten wir ab, bis ich den Fuss aus dem Gips bekomme, schauen dann, dass ich schnell wieder zum alten Kraftniveau im Fuss und zur alten Mobilität im Knöchel finde und dann gehen wir Ski fahren."
Foto: zvg / Stefan Illek
Quelle: www.redbull.com