Auch Salt Lake City denkt an die Spiele 2026

Auch Salt Lake City denkt an die Spiele 2026
13.09.2017 08:28:20 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Kehren die Olympischen Winterspiele in die USA zurück? In Salt Lake City besteht ein Interesse daran, die  Spiele 2026 oder 2030 auszutragen.

Während wenige Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2018 primär über Sicherheit diskutiert wird und der Anlass 2022 noch weit weg zu sein scheint, bringen sich mögliche Kandidaten für die Spiele der Jahre 2026 oder 2030 in Stellung. Auch in Salt Lake City sind Bestrebungen im Gang das sportliche Grossereignis austragen zu dürfen. Im Jahr 2002 fanden die 19. Olympischen Winterspiele bereits im Herzen des US-Bundesstaates Utah statt. Und auch damals war das Thema Sicherheit ein zentrales. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 waren die Sicherheitsvorkehrungen für den vom 8. bis 24. Februar 2002 dauernden Anlass enorm hoch.

"Wir stehen bereit und sind fähig, wenn die Zeit für die USA die richtige ist, um wieder eine Olympiade zu veranstalten", wird Colin Hinton, Präsident der Utah Olympic Legacy Foundation, in der "Salt Lake City Tribune" zitiert. Bisher fanden die Winterspiele vier Mal in den USA statt: 1932 und 1980 in Lake Placid, 1960 in Squaw Valley und 2002 in Salt Lake City. Die für die Spiele 2002 gebauten Sportanlagen – von denen einige regelmässig genutzt werden – seien für eine rund 20 Jahre dauernde Benützung erstellt worden. Das bedeutet, dass in die Infrastruktur zwar investiert, aber nicht zu viel neu gebaut werden müsste. Ein Grundsatzentscheid, ob sich Salt Lake City USA-intern und in einem weiteren Schritt beim IOC für die Spiele 2026 oder 2030 bewerben will, steht aber noch aus. Die Spiele 2026 werden vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Sommer 2019 vergeben. Mögliche Konkurrenten für Salt Lake City wären Sion, Innsbruck (Österreich), Calgary (Kanada), Lillehammer (Norwegen), Sapporo (Japan) oder Almaty (Kasachstan).

Bei den Spielen 2002 holte die Schweiz insgesamt 11 Medaillen. Dabei ging der Stern von Skispringer Simon Amman so richtig auf. Der Toggenburger sicherte sich auf der Sprunganlage im Utah Olympic Park zwei Goldmedaillen. Der dritte Olympiasieger aus der Schweiz war Philipp Schoch, der den Parallel-Riesenslalom der Snowboarder hatte gewinnen können. Enttäuschend das Abschneiden des alpinen Ski-Teams. Einzig Sonja Nef (Riesenslalom) kehrte mit einer Medaille zurück. Sie wurde hinter Janica Kostelic (Kro) und Anja Paerson (Sd) Dritte.
Foto: peg