Julia Mancuso verzichtet künftig auf den Riesenslalom

Julia Mancuso verzichtet künftig auf den Riesenslalom
27.09.2017 09:47:27 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Zu 95 Weltcup-Riesenslaloms ist Julia Mancuso in ihrer Karriere angetreten und es dürfte kein weiterer dazu kommen. Die Amerikanerin setzt fürs Comeback auf die Speed-Rennen.

Nach Lara Gut, Anna Veith und Aksel Lund Svindal fasst auch Julia Mancuso ihr Weltcup-Comeback ins Auge. Nach ihren Hüftproblemen und der notwendig gewordenen Operation plant die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2006 ihre Rückkehr für die Speed-Rennen von Lake Louise (Kanada). Den Auftakt in Sölden (Riesenslalom) sowie die technischen Rennen von Levi und Killington wird Mancuso laut www.olympics.nbcsports.com nicht bestreiten. Kann die 33 Jahre alte Amerikanerin in Lake Louise tatsächlich starten, so fände ihre seit dem 7. März 2015 (Abfahrt Garmisch) dauernde Renn-Absenz ein Ende. Mancuso bestritt als Vorfahrerin den Super-G von Crans Montana und bei den WM in St. Moritz zwar die Abfahrtstrainings, zu einem Renneinsatz reichte es aber nicht.

"Ich bin definitiv noch weit vom rennmässigen Tempo entfernt, aber es wird von Tag zu Tag besser. Das Positive wenn du so weit weg von deinen Möglichkeiten bist ist, dass du dich diesen in grossen Schritten nähern kannst", sagt Mancuso. Der ursprüngliche Comeback-Plan Mancusos beinhaltete auch die Disziplin Riesenslalom. Diese Idee scheint die Amerikanerin nun aber verworfen und den Fokus auf die Speed-Disziplinen und die Kombination gelegt zu haben. "Ich habe Riesenslalom trainiert aber die Auswirkungen auf meinen Körper waren deutlich spürbar. Ich bin nicht sicher ob ich in der Lage bin, wieder Riesenslalom zu fahren." Es könnte also für Mancuso bei 95 Weltcup-Riesenslaloms (5 Podestplätze) bleiben, zumal sie die winkende fünfte Olympia-Teilnahme und die Hoffnung auf die fünfte Medaille bei den Spielen kaum mit einem zu intensiven Programm gefährden möchte.
Foto: Agence Zoom