Swiss Ski: Kompaktere Gruppen, gesteigertes Niveau

Swiss Ski: Kompaktere Gruppen, gesteigertes Niveau
07.10.2017 14:29:48 | skionline.ch, Peter Gerber
pd. Die sportliche Führung von Swiss Ski sieht die Teams hinsichtlich des kommenden Winters auf Kurs. Neue Strukturen hätten zu einem gesteigerten Niveau verholfen, ist Alpin-Direktor Stéphane Cattin (Bild) überzeugt.

Nimmt man die vergangene Saison als Massstab, so versprichen 23 Podestplätze im Weltcup und 7 Medaillen an der Heim-Weltmeisterschaft in St. Moritz für den Olympia-Winter einiges. Markus Wolf, Geschäftsführer von Swiss-Ski, und Stéphane Cattin, Direktor Ski Alpin, schauen mit Zufriedenheit auf die jüngsten Fortschritte der Teams zurück: "Während der letzten Saison sind die geplanten Entwicklungen gemacht worden. Die bisherigen Gelegenheiten wurden genutzt und die Athletinnen und Athleten haben sehr gute Fortschritte machen können", wird Wolf in einer Medienmitteilung zitiert.

An die Erfolge der letzten Saison wollen die Teams nun anknüpfen und öfters an der Spitze mitfahren. "Wir sind sichtlich in einer kontinuierlichen Phase der Entwicklung. Nach der Rekonstruktion in den letzten Jahren sind wir bereit in die Offensive zu gehen und die Chancen auf das Podest zu ergreifen", sagte Stéphane Cattin anlässlich der Saison-Pressekonferenz in Zürich. Eine neue Struktur in den diversen Gruppen der Teams, sowohl im Welt- als auch im Europacup, und ein intensiveres Konditions-Training haben zu kompakteren Gruppen geführt und das Niveau der Sportler gesamtheitlich erhöht. Die positiven Auswirkungen der Umstrukturierung spiegeln sich zudem an den seltenen Ausfällen von Fahrern: "Auch die wenigen Verletzungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Cattin.

Nun gelte es einen guten Einstieg in den Weltcup zu finden, schon da mit dem Ziel Podestplätze. Dies soll die bestmögliche Ausgangslage und ein starkes Selbstvertrauen für die olympischen Wintersiele 2018 in Pyeongchang schaffen. Markus Wolf wird am Sonntag (8. Oktober) mit einer Delegation von Swiss-Ski und Swiss Olympic für eine Rekognoszierung nach Südkorea reisen. "Im Hintergrund wird die Mission 'Pyeongchang 2018' akribisch vorbereitet", sagt Wolf. "Auch wenn die olympischen Winterspiele im entfernten Südkorea stattfinden, werden wir alles dafür tun, dass ein gewohntes Umfeld für eine erfolgreiche sportliche Leistung der Athleten geschaffen ist."

Vorwärts geht es auch im Bereich der Infrastruktur. Schon länger befasst man sich im Verband mit dem Projekt einer heimischen Trainingsstrecke, um den Athletinnen und Athleten bessere Trainingsmöglichkeiten bieten zu können. Bis jetzt haben die Teams vor dem Auftakt der Speed-Saison im November in Nordamerika trainiert, wo die Bedingungen sich nicht immer als optimal erwiesen haben. Durch erfolgreiches Fundraising konnte Swiss Ski die Grüter Stiftung und Passion Schneesport für das Projekt gewinnen. Somit konnten die Bauarbeiten in Zinal früher als gedacht gestartet werden. Es ist geplant, eine erste Einheit für die Nutzung in den kommenden Monaten fertigzustellen. Langfristig soll diese Trainingsstrecke nur den Swiss-Ski-Athleten und den unteren Kadern zur Verfügung stehen – ein zusätzlicher Vorteil für die Schweizer Teams.

Lesen Sie auch:
Die Swiss-Ski-Teams sind für den Olympia-Winter gerüstet
Quelle und Foto: Swiss Ski