Felix Neureuther gewann Weltcup-Slalom in Levi

Felix Neureuther gewann Weltcup-Slalom in Levi
12.11.2017 14:09:34 | skionline.ch, Elina Kalela
APA - EK  - Der Sieg nördlich des Polarkreises ging am finnischen Vatertag an Jung-Papa Felix Neureuther, der das gewonnene Rentier
"Mati" taufte.

Der Deutsche Felix Neureuter hat am Sonntag den ersten Ski-Weltcup-Slalom des Olympia-Winters für sich entschieden. Der 33-Jährige feierte in Levi (Finnland) seinen 13. Sieg im Weltcup, den 11. im Slalom. Er setzte sich vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (+0,37 Sekunden) und dem Schweden Mattias Hargin (0,45) durch.

Neureuther kam überraschend zu seinem ersten Rentier, zur Halbzeit war er hinter dem Briten Dave Ryding und vor Kristoffersen Zweiter gewesen, Ryding schied im Finale aus. "Das ist unwirklich. Erstes Rennen als Vater und erster Sieg. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinnen kann. Das Rentier wird natürlich wie meine kleine Tochter Matilda heißen", meinte der 33-Jährige, musste dann aber auf deren neutraleren Spitznamen "Mati" zurückgreifen, weil das Tier männlich ist.

"Ich bin sehr glücklich, ich habe das hier sehr genossen. Es war cool, Felix fahren zu sehen", streute Kristoffersen dem Konkurrenten Blumen. Die ÖSV-Herren indes verließen den Zielraum mit hängenden Köpfen. Der Vorjahreszweite Matt kämpfte im ersten Lauf bei einer Welle ("Bisserl schneller hingekommen als erwartet") erfolgreich gegen den Ausfall, ließ aber viel Zeit liegen. Halbzeitrang neun konnte er nicht halten. "Das war kein gutes Skifahren", meinte der Tiroler.

Der Schweizer Slalommannschaft hat sich im Weltcup-Slalom in Levi mit einer starken Leistung präsentiert. Luca Aerni und Daniel Yule rangierte gemeinsam an der vierten Stelle, nur 0,54 Sekunden hinter dem führenden. Weltcup Debutant Loic Meillard platzierte sich gerade hinten den Duo Aerni & Yule am 6. Platz (+0,71). Reto Schmidiger war der vierte Schweizer in top-ten (Platz 10. +0,93).

Nach seinem im August erlittenen Knöchelbruch genügten Hirscher ein paar Trainingstage, um gleich beim Saisonauftakt Punkte einzustreichen. "Unfassbar eigentlich, passt schon mega. Das hätte bei normaler Vorbereitung genauso laufen können", sagte der sechsfache Gesamtweltcupsieger nach Halbzeitrang vier. Im Vorfeld hatte er sich mit Prognosen ja zurückgehalten. "Ich denke, damit bist du im zweiten Lauf dabei", hatte Kristoffersen nach dem ersten Durchgang im Zielraum verschmitzt zu Hirscher gemeint. "Ich habe mit Marcel absolut gerechnet. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, nach einer Verletzung mit eigentlich keinem Training an den Start zu gehen. Man kann trotzdem schnell sein. Wenn es der Marcel nicht kann, wer dann", meinte Neureuther.

Mehr Ergebnisse: 19. Marc Rochat (SUI) + 1.44, 24. Ramon Zenhäuser (SUI) +1.69.
DNF: u.A Dave Ryding (GBR), Manuel Feller (AUT)

Foto: Agence Zoom