Schock und Trauer nach tödlichem Trainingssturz Poissons

Schock und Trauer nach tödlichem Trainingssturz Poissons
14.11.2017 13:00:25 | skionline.ch, Elina Kalela
APA/AFP/skichrono  EK  - Schock und Trauer in der Skiwelt nach dem tödlichen Sturz des französischen Alpin-Abfahrers David Poisson am Montag in Nakiska in Kanada. Der 35-Jährige war während einer Trainingssession zu Tode gekommen, gemäß gleichlautenden Quellenangaben soll er gegen einen Baum gefahren sein. Das Schweizer Herren-Abfahrtsteam und eine Gruppe österreichische Athleten (Speed 3) waren und sind vor Ort und haben den Zwischenfall unmittelbar mitbekommen.

Das Schweizer Herren-Abfahrtsteam mit Beat Feuz, Patrick Küng, Mauro Caviezel, Marc Gisin und Gilles Roulin trainierte zum Zeitpunkt des Unfalls auf der gleichen Piste wie das französische Team. Laut einer "Swiss Ski"-Mitteilung hätten die Athleten den Unfall und die Bergung Poisson's aus nächster Nähe mitverfolgt. Die Konzentration gelte nun vorerst der gemeinsamen Verarbeitung der Geschehnisse. Im Zuge dessen werde entschieden, wie, wann und wo die Saisonvorbereitung fortgesetzt werde. Die Verarbeitung der Ereignisse stünde nun im Vordergrund, weitere Auskünfte an Medien wird es keine geben.

Eine Pressemitteilung des Federation Francaise de ski (14.11. um 12:40) bestätigt, dass Poisson während seines Trainingslaufes einen Ski verloren hat und danach heftig gestürzt ist, die Sicherheitsnetze durchfahren habe, in den Wald gestürzt und dort gegen den Baum geprallt sei. Laut Michel Vion (President, Federation Francaise de Ski) gab es an der Unfallstelle mindestens zwei B-Netze, aber kein A-Netz. "Das Trainingscenter ist für Sicherungsmassnahmen entlang der Piste verantwortlich. Dafür bezahlt jede trainierende Mannschaft Gebühren" betonte Vion.

An der Unfallstelle kam jede Hilfe für Poisson zu spät. Die Mannschaftsärzte des FFS und Swiss Ski waren schnell vor Ort, konnten aber beide nichts mehr für Poisson tun. Zudem liegt die Aussage von Adam Loria, Sprecher des lokalen medizinischen Dienstes vor: "Als wir hingekommen sind, mussten wir den Tod dieser Person feststellen."

Der Internationale Skiverband (FIS) kondolierte den Teamkollegen, Freunden, nächsten Bekannten und Verwandten Poisson's auf das Aufrichtigste. Seit seinem Debüt 2004 sei er ein respektierter und kompletter Weltcup-Athlet gewesen.  Das Ableben des WM-Dritten in der Abfahrt 2013 in Schladming und Olympia-Siebenten von Vancouver 2010 hat unter den Aktiven zahlreiche Beileidsbekundungen hervorgerufen. "David RIP. Die Gedanken und Liebe an seine Familie. So traurig", meldete sich die Salzburgerin Anna Veith zu Wort. "Das ist verheerend", twitterte US-Skistar Lindsey Vonn. "RIP David...Dein Lächeln wird vermisst", schrieb auch die Schweizerin Lara Gut.

Foto: Agence Zoom