Svindal holt Abfahrt in Beaver Creek vor Beat Feuz

Svindal holt Abfahrt in Beaver Creek vor Beat Feuz
02.12.2017 21:16:19 | skionline.ch, Elina Kalela
APA, EK - Aksel Lund Svindal ist im vierten Comeback-Rennen schon wieder ein Sieg gelungen. Der Ski-Gigant aus Norwegen gewann am Samstag den Abfahrts-Klassiker in Beaver Creek vor Beat Feuz (+0,15) und DSV-Sensation Thomas Dreßen (+0,49).

Beat Feuz verpasste den Sieg nur um 15/100 Sekunden. "Ein super Ergebnisse für mich Heute. Und besonders wichtig nach den nicht so zufriedende Super G von Gestern." meinte der strahlender Weltmeister in Zielraum in Beaver Creek. Hinter Beat Feuz landeten insgesamt vier Schweizer innerhalb der Top Dreizig: Mauro Caviezel (13.)  hatte 1,18 Sekunden Rückstand, Gilles Roulin (28.) 1,97 und Marc Gisin (29) 2,02.

Bei blauem Himmel und Sonne war Beaver Creek wieder einmal eine perfekte Bühne für ein Abfahrtsspektakel. Svindal nutzte dies gleich mit Startnummer eins am besten. Svindal bewies mit dem 33. Weltcupsieg, dass Beaver Creek ein spezieller Platz für ihn ist. Dort wo er sich 2007 so schwer
verletzt und im Jahr darauf triumphal mit zwei Siegen zurückgekehrt war, hält er nun bei bereits 6 Siegen und 13 Podiums. Vier Mal hat er nun alleine dort die Abfahrt gewonnen.

"Man braucht ein bissl Mut, um Nummer eins zu nehmen", gestand Svindal. "Ich habe im Training gesehen, dass Matthias und Beat schnell sind und ich etwas unternehmen muss. Etwa eine andere Nummer nehmen", erklärte der Ski-Superstar. Mit 33 Weltcup-Siegen ist der 34-jährige Norweger nun gleichauf mit Miller die Nummer acht. Und das, obwohl er die vergangenen beiden Saisonen wegen seiner im Jänner 2016 in Kitzbühel erlittenen Knieverletzung jeweils schon im Jänner beenden hatte müssen.

Für die Überraschung des Rennens sorgte Dreßen. Der Deutsche fuhr vor Christof Innerhofer (Startnummer 27) mit Nummer zehn als Dritter erstmals auf ein Weltcup-Podest. "Ein Traum. Einfach Gänsehautgefühle. Auf so was arbeitet man hin. Ich kann's gar nicht glauben", freute sich der 24-Jährige aus Mittenwald bei Garmisch. "Jetzt werde es zu Hause mit Familie gefeiert. Einfach geniessen!" meinte der Bayern kurz vor Heimreise in Colorado.

Als beste Österreicher war Matthias Mayer gleich 1,85 Sekunden langsamer als am Donnerstag, als er dem Streckenrekord von Daron Rahlves bis auf 15
Hundertstel nahe gerückt war. Der Rekord blieb unangetastet. Rahlves, dem man vor dem Rennen wie Bode Miller einen Streckenteil gewidmet hatte, durfte durchatmen. Mayer hingegen musste zur Kenntnis nehmen: "Die Verhältnisse haben sich geändert. Es ist ein bisserl wärmer geworden, vielleicht habe ich mich zu wenig darauf eingestellt", gestand Mayer, der mit dem gleichen Ski gefahren war wie im Training.

Ergebnisse

Foto: Agence Zoom