Marcel Hirscher gewann RS in Beaver Creek

Marcel Hirscher gewann RS in Beaver Creek
03.12.2017 22:12:58 | skionline.ch, Elina Kalela
APA,  EK - Marcel Hirscher hat in einer Saison der Ski-Comebacks ebenfalls für eine sensationelle Rückkehr gesorgt. In souveräner Manier hat er am Sonntag den Weltcup-Riesentorlauf in Beaver Creek gewonnen. Der Salzburger Skirennläufer, nach einem Knöchelbruch im August mit Trainingsrückstand in die Saison gestartet, verwies den Norweger Henrik Kristoffersen (0,88) und den zur Halbzeit vorangelegenen Deutschen Stefan Luitz (1,03) auf die weiteren Podestränge. Justin Murisier wurde Fünfter (+1,18), Loic Meillard Sechster (+1,32). Elia Zurbriggen fuhr auf Rang 23 (+2.95), gleich dahinter auf Rang 24 (+3.09) platzierte sich Gino Caviezel, trotz seiner Schulterverletzung.

Dem nicht genug setzte Hirscher im Finale alles erfolgreich auf eine Karte. Er schnallte einen im Rennen noch nie gefahrenen Ski an und schaffte mit Laufbestzeit noch den Sprung zum 46. Weltcupsieg. Seinem 23. im Riesentorlauf und dem insgesamt vierten in Beaver Creek. Sein dortiger Dauerrivale, der fünffache Beaver-RTL-Sieger Ted Ligety war zwar Halbzeit Zweiter, fiel dann aber auf Platz sieben zurück. Luitz verpasste den ersten deutsche Riesenslalom-Sieg seit langem knapp.

"Anfangs der Woche haben mich die Jungs noch ordentlich hergewatscht. Das, viel Erfahrung und mein starkes Team haben mir sehr geholfen," erklärte Hirscher. "Wir haben ganz schnell ein Mittel gefunden, um schneller zu werden."

Hirscher war schon beim Slalom-Comeback in Levi als Halbzeit-Dritter stark gefahren, dann aber auf Platz 17 zurückgefallen. Gefahr auf Wiederholung bestand nicht. "Mein Fuß ist nun deutlich besser, ich spüre ihn unterm Fahren überhaupt nicht mehr", sagte Hirscher.

Der erste Saison-Riesentorlauf - nach Sölden-Absage - war aufgrund der extrem Höhenlage von fast 3.000 Metern Seehöhe in Beaver Creek wie immer eine kräfteraubende Angelegenheit. Dazu kam so heftiger und böiger Wind, dass sogar das Zielbanner abgebaut werden musste.

Hirscher setzte dann dort, wo er 2015 hinter Ligety WM-Zweiter geworden war und im Dezember danach zum zweiten Mal gewonnen hatte, noch einen drauf. Als es im Finale trotz eines kleinen Fehlers grün aufleuchtete, kam beim Salzburger sofort die Faust weil klar war, dass ein Podest fix ist. "Sensationell", kommentierte er dann seinen Sieg.

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Foto: Agence Zoom