Feuz im Favoritenkreis für 55. Gröden-Abfahrt

Feuz im Favoritenkreis für 55. Gröden-Abfahrt
15.12.2017 15:37:44 | skionline.ch, Elina Kalela
APA - Max Franz hat im Vorjahr die Abfahrt auf der Saslong gewonnen. Damit beendete Franz im vergangenen Winter nicht nur eine ÖSV-Durststrecke von 651 Tagen ohne Abfahrtssieg, er widerlegte auch, dass die aktuelle Generation der österreichischen Speed-Herren mit der Saslong nicht zurechtkomme. Für diese These hatte gesprochen, dass seit Michael Walchhofer 2008 kein Österreicher mehr in Gröden jubeln durfte, ehe Franz die Nation erlöste. Nach 2010, als Romed Baumann auf Platz zwei fuhr, stand nicht einmal mehr einer auf dem Podest.

In der Abfahrt sind die Norweger in Gröden im Gegensatz zum Super-G bisher nicht so erfolgreich gewesen. Der Triumph von Aksel Lund Svindal 2015 ist der einzige norwegische Sieg in diesem Jahrhundert, Kjetil Jansrud hat in der schnellsten Disziplin noch nie gewonnen. Die zwei Speed-Giganten haben in den Trainings ihre Karten noch nicht aufgedeckt.

Viel stärker waren hier in der jüngeren Vergangenheit die Nordamerikaner: Drei Siege gehen alleine auf das Konto von US-Boy Steven Nyman (2006, 2012, 2014), mit Erik Guay (2013) und Manuel Osborne-Paradis (2009) waren auch zwei Kanadier erfolgreich. Der amtierende Weltmeister Beat Feuz gewann 2011 den Super-G.

"Die Norweger sind gut drauf, Feuz ist gut drauf. Svindal darf man sowieso nicht unterschätzen. Egal, was er in den Trainings macht, dann schaltet er um, dann tut nichts mehr weh am Renntag", nannte Vorjahressieger Franz seine Kandidaten. Die beiden Norweger wollen nach einem enttäuschenden Super-G am Freitag zurückschlagen. Das deutsche Abfahrtsteam ist ebenfalls zum Favoritenkreis zu rechnen.

Foto: Agence Zoom