Reichelt-Bestzeit im ersten Wengen-Training

Reichelt-Bestzeit im ersten Wengen-Training
10.01.2018 15:45:24 | skionline.ch, Elina Kalela
APA - Wengen-Spezialist Hannes Reichelt hat am Mittwoch im ersten Training der alpinen Ski-Herren für die Weltcup-Abfahrt auf dem Lauberhorn in 2:31,50 Minuten die Bestzeit aufgestellt. 0,23 Sekunden dahinter war der Südtiroler Peter Fill Zweiter, gefolgt vom Beat Feuz (SUI/0,34), Christof Innerhofer (ITA/0,69) und Vincent Kriechmayr (AUT/0,82).

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Nach dem Föhnsturm in der Nacht auf Dienstag hatten die Organisatoren die Piste an vielen Stellen neu präparieren müssen, sie präsentierte sich in einem überraschend guten Zustand. An vielen Stellen, darunte auch am Silberhornsprung, sind aber noch Adaptierungen nötig.

Die Verwüstungen, die der Sturm mit Böen von bis zu 200 km/h mit sich gebracht hatte, waren am Mittwoch alle beseitigt, die Sicherheitsnetze wieder entlang der Strecke angebracht. "Es gibt vielleicht zwei Rennen, wo das überhaupt möglich ist, das ist Kitzbühel und Wengen. Fast egal, was passiert, am nächsten Tag schaut es wieder normal aus", lobte Aksel Lund Svindal die Organisatoren, die auf die Hilfe von Militär, Zivilschutz und Freiwilligen zählen konnten.  "Man spürt, dass es ziemlich warm war, der Schnee ist anders, als wir im Jänner gewöhnt sind. Aber die Strecke ist in einem guten Zustand", sagte der Norweger, der nach einer "nicht perfekten Fahrt" als Sechster 1,49 Sekunden Rückstand hatte. "Mit Startnummer eins im ersten Training ist immer ein bisserl komisch", gab er an. Das Dienstagtraining war wegen der massiven Sturmschäden abgesagt worden.

Hannes Reichelt meinte, dass man bei den Sprüngen noch etwas machen müsse ("Das sind noch ganz schöne Böck."), ansonsten schaue die Piste aber ganz gut aus. "Die haben hier gewaltig gearbeitet. Wenn man sieht, wie das VIP-Zelt beim Hundschopf oben ausgeschaut hat, die haben halt jetzt ein Cabrio-Zelt", meinte der Salzburger, der in der Wengen-Abfahrt bereits fünfmal en suite auf dem Podest gestanden ist und davon 2015 gewann.

Nach seinem im vergangenen Oktober erlittenen Kreuzbandriss war erstmals Carlo Janka wieder mit dabei. "Ich hatte noch zu wenig Vertrauen zum Draufsteigen, da sind noch Rutschphasen drinnen. Ich werde morgen wieder trainieren und am Abend dann entscheiden", sagte der Schweizer (21.). Sein Teamkollege Feuz, der die Abfahrt in Wengen 2012 gewann, legte zur Freude der Gastgeber schon einmal eine gute Trainingsleistung hin. "Ich wusste nicht genau, wie der Untergrund ist, ob es recht schlagig ist, aber ich habe mich vom ersten Schwung an recht wohlgefühlt."

Nicht am Start war der Franzose Alexis Pinturault, der auf ein Antreten in der Kombination am Freitag verzichtet. Der Gewinner der Bormio-Kombination greift damit in den Kugelkampf nicht mehr ein. Das kleine Kristall wird ja bereits am Freitag vergeben.

Freitag steht die Kombination auf dem Programm, Samstag die Spezialabfahrt und Sonntag der Slalom.

Das nächste Abfahrtstraining findet morgen, Donnerstag um 12:30 Uhr, statt.

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Foto: Agence Zoom