Olympisches Reisen macht Spass

Olympisches Reisen macht Spass
05.02.2018 22:08:31 | skionline.ch, Elina Kalela
Nach dem letzten Damen Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen (GER) wird sofort wieder gepackt: Es geht in Richtung Flughafen München. Von dort nimmt Tina Weirather (LIE) und ihr "Mini-Team" den regulären Linienflug von Lufthansa direkt nach Seoul.

"Normalerweise verwenden wir bei Rennen in Übersee einen Fracht-Container. Dort kommen die Skier, das Skipräparationsmaterial, die Instrumente zur Zeitmessung, Werkzeuge und so weiter hinein," erzählt die Lichtensteinerin im Interview mit AeroTelegraph. Und erklärt weiter: "Meine Skischuhe nehme ich jedoch immer als Handgepäck ins Flugzeug. Sie sind extra auf mich angepasst worden. Ohne sie kann ich schlicht keine Rennen fahren."

In Südkorea ist nun alles ein wenig anders als sonst. Die Zollabfertigung dauert mindestens fünf Tage. So viel Zeit gibt es nicht, da das letzte Weltcuprennen am 5. Februar stattgefunden hat und bereits drei Tage später wird in Südkorea trainiert. Deshalb gibt es dieses Mal keinen Container. Das ganze Gepäck reisst mit der Mannschaft im Flugzeug. Für Tina Weirather bedeutet dies, dass ihr Mini-Team, bestehend aus dem Trainer, dem Servicemann und Weirather selbst, 23 Taschen aufgeben wird – zehn Skisäcke mit je drei Paar Ski, Wachsmaterial, Trainingsutensilien, sowie je zwei Taschen mit Kleidung und persönlichen Gegenständen.

Jedes dieser Zusatzgepäckstücke kostet 150 Euro oder 100 Euro pro Skisack. Ein teurer Spaß. Aber anders geht es nicht. Das Gesicht der Dame am Check-in-Schalter wird unbezahlbar sein, wenn sie fragt "wie viele Gepäckstücke haben Sie einzuchecken?" und die Antwort lautet: 23.

Foto: Agence Zoom

Quelle: aerotelegraph/Lufthansa