Adrien Theaux Schnellster im Abfahrtstraining von Wengen

Adrien Theaux Schnellster im Abfahrtstraining von Wengen
11.01.2018 15:46:20 | Christof Thöny
APA, CT - Der Franzose Adrien Theaux entschied das Training auf der Lauberhorn-Abfahrt am Donnerstag für sich. Mit einer Zeit von 2.29,60 legte er den Beweis dafür ab, dass am Samstag mit ihm zu rechnen sein wird. Die Schweizer halten im zweiten und letzten Abfahrtstraining nicht mit der Spitze mit. Trotzdem ist vor allem Beat Feuz zuversichtlich für das Rennen am Samstag.

Auch die Österreicher machten wieder von sich reden: Olympiasieger Mayer meldete sich für Samstag für einen Platz ganz vorne an. "Es war ganz gut. Ein Trainingsfahrtl, wo ich ein paar Sachen probiert habe, die nicht so optimal waren. Ich weiß jetzt, dass ich das fürs Rennen besser machen muss. Aber der Speed hat gepasst, von dem her kann ich zufrieden sein", sagte der Kärntner.
Er gab auch zu bedenken, dass einige sicher noch geblufft hätten, denn auf dem Lauberhorn brauche man die ganze Kraft für das Rennen.

Franz fand vor allem im unteren Abschnitt eine "coole Linie", da seien "ein paar saugeile Schwünge" dabei gewesen. "Bis auf das Brüggli-S und die Kombi-Startkurve waren sehr gute Passagen drinnen." Zweimal voll runterfahren sei in Ordnung, er werde - voraussichtlich - am Freitag nicht mehr fahren. Es böte sich ja im
Rahmen der Kombination noch eine Möglichkeit an.

Nicht ganz zufrieden war Hannes Reichelt (8./1,00). "Die wichtigste Kurve oben habe ich nicht ganz sauber erwischt, da war ich weit draußen, das ist, glaube ich, der Grund für den Rückstand. Alles so Kleinigkeiten, Minschkante und Canadian Corner waren nicht so sauber, danach war es eine saubere Fahrt." Es sei teilweise noch weich und spurig, der Salzburger hoffte, dass die Temperaturen bis Samstag noch etwas sinken, es härter wird und man dann mit einer höheren Nummer auch noch eine Chance hat.

Mit Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde belegten zwei Norweger die Ränge 4 und 5. Auch sie zählem bei der Lauberhorn-Abfahrt zum Kreis der Favoriten.

Die Schweizer konnten sich beim Donnerstagstraining nicht im vorderen Feld des Klassements einreihen. Feuz büsste 1,79 Sekunden auf die Bestzeit von Théaux ein und reihte sich auf Rang 17 ein. Der Weltmeister war tags zuvor mit der Startnummer 3 Dritter geworden, fand diesmal mit der Nummer 19 andere Bedingungen auf der bereits gezeichneten Strecke vor: "Ich habe das eine oder andere ausprobiert heute. Es ist noch nicht alles aufgegangen. Am Samstag sollte es dann aber schon passen. Auf jeden Fall werde ich mich für eine frühere Startnummer entscheiden."

Auf Platz 21 folgte Patrick Küng der am Donnerstag auch seinen 34. Geburtstag feierte. Der Glarner will seinen in der Abfahrt in Bormio angedeuteten Aufwärtstrend in Wengen fortsetzen. Noch passt bei ihm nicht alles zusammen, aber die Richtung stimmt.

Carlo Janka fuhr auf Rang 22, ihm fehlte wie im ersten Training noch das Vertrauen. Das rechte Knie, in dem er im Oktober einen Kreuzbandriss erlitten hat und den er auf konservative Art behandeln lässt, bereitete ihm dagegen keine Probleme. Janka lag 2,3 Sekunden hinter Théaux zurück. Am Nachmittag entschied er sich schlussendlich dafür, auf den Start bei der Lauberhorn-Abfahrt zu verzichten und den Comeback-Versuch zu verschieben.