Sechs Japaner peilen die Olympischen Spiele an

Sechs Japaner peilen die Olympischen Spiele an
16.05.2017 19:37:05 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Japans Männerteam für den Winter 2017/18 umfasst sechs Fahrer. Naoki Yuasa (Bild) und Ohkoshi Ryunosuke peilen die Olympischen Spiele 2018 an, ihre Kollegen sollen für 2022 aufgebaut werden.

Angeführt vom 34 Jahre alten Routinier und in 124 Weltcup-Rennen erprobten (1 Podestplatz) Naoki Yuasa wird ein sechs Fahrer umfassendes Team aus Japan den kommenden Winter (mehrheitlich) in Europa verbringen. "Yuasa und Ohkoshi Ryunosuke werden im Weltcup eingesetzt und – sollten sie die Selektionskriterien erfüllen – auch bei den Olympischen Spielen 2018 starten", erklärt Georg Höllrigl. Der Tiroler ist seit 2016 (wieder) Cheftrainer in Japan und versucht die vier andern Fahrer via Einsätze im Europacup und bei FIS-Rennen für die Winterspiele 2022 in Peking aufzubauen. "Diese vier sind zwischen 18 und 21 Jahre alt und werden zum ersten Mal eine komplette Saison in Europa bestreiten und Erfahrungen sammeln." Für den 18-jährigen Koyama Yobei wird es überhaupt das erste Mal sein, dass er in Europa weilt. "Da braucht er etwas Angewöhnungszeit und er muss viel lernen", prophezeit der österreichische Coach.

Höllrigl, der bereits zwischen 2002 und 2010 als Trainer von Fahrern wie Akira Sasaki, Kentaro Minagawa oder dem jungen Naoki Yuasa im japanischen Skiverband gearbeitet hat, wird mit seinen Fahrer die Basis in Arzl im Pitztal beziehen und im August in Saas Fee ins Schneetraining einsteigen. Danach sind Schneetrainings auch in Österreich geplant. Höllrigl, der auch schon als Europacup-Trainer im österreichischen Skiverband und vor seinem jetzigen Engagement in Japan als Coach in Südkorea gearbeitet hat, hat in der Vergangenheit als Skilehrer in Japan Erfahrungen gesammelt und spricht deshalb auch die Sprache seiner Schützlinge.

Japans Kader für den Winter 2017/18
Männer. Team A (Weltcup):
Naoki Yuasa, Ohkoshi Ryunosuke. – Team B (Europacup/FIS): Wakatzuki Hayata, Kato Seigo, Matzumoto Tatsuki, Koyama Yohei.
Foto: Agence Zoom