Wofür Marcel Hirscher nie Werbung machen würde

Wofür Marcel Hirscher nie Werbung machen würde
18.05.2017 15:09:37 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Bei Dreharbeiten für einen Werbespot hat Hauptdarsteller Marcel Hirscher der österreichischen Tageszeitung "Kurier" ein Interview gegeben und unter anderem verraten, wofür er nie Werbung machen würde.

Der sechsfache Gewinner des Gesamtweltcups ist ein gefragter Mann. Während für einige seiner Kollegen schon die letzten Urlaubstage angebrochen sind oder sie bereits mitten in der Vorbereitung auf den nächsten Winter stecken, war Marcel Hirscher noch als Hauptdarsteller für einen Werbespot eines österreichischen Telekommunikationsunternehmens gefragt. Während den Dreharbeiten für #ConnectLife hatte sich Hirscher Zeit genommen, dem Journalisten der Tageszeitung "Kurier" einige Fragen zu beantworten.

Im Gespräch über Unterschiede zwischen einer Karriere als Spitzensportler und jener eines "normal Berufstätigen" oder Hirschers Perfektionismus und der knapp bemessenen Freitzeit wurde auch über das Thema Sponsoring gesprochen. So wurde Hirscher gefragt worauf er achte, dass eine Firma/ein Produkt als Partner in Frage komme. "Ich muss mich auf jeden Fall mit der Firma und deren Philosophie identifizieren können und mit dem, wie gearbeitet worden ist in der Vergangenheit. Das gilt auch für das Produkt. Weil die Marke schon auch zu mir passen muss. Ich könnte niemals für gewisse Firmen Werbung machen, da habe ich auch schon des Öfteren einfach abgesagt", so Hirscher. Auf die konkrete Frage wofür er nie werben würde meinte der Salzburger:  "Für Damenhygieneartikel zum Beispiel. Das ist nicht passend, nicht authentisch und da kann ich nicht mit Erfahrung mitreden."

Hirschers Kopfsponsor ist eine Bank und daneben gibt es noch weitere Verträge mit andern Firmen – neben den Preisgeldern die Einnahmequellen eines Skirennfahrers. Ob er einen besonderen Bezug zum Geld habe, wollte der Interviewer wissen. "Ich glaube, dass ich einen sehr guten Umgang damit habe. Aber das würden die meisten von sich selbst behaupten. Ich bin so aufgewachsen, dass nicht alles selbstverständlich und leicht war. Von dem her habe ich einiges mitnehmen können. Ich kann mich gut erinnern an meine ersten Rennanzüge. Die sind mehr aus Leukoplast-Tape bestanden als aus Stoff, weil sie so zusammengeschustert waren. Von dem her weiss ich sehr wohl, was jeder Euro wert ist."

Auf die Frage, ob er es sich vorstellen könne sich für die Karriere nach der Sportkarriere als Angestellter unterzuordnen meinte der 28-Jährige, dass er sich auch jetzt unterordnen müsse. "Es ist nicht so, dass ich der alleinige Machthaber bin, um das so zu bezeichnen. Aber mit dem habe ich auch kein Problem."


 

Foto: A1
 Quellen: www.kurier.at und A1