Anna Veith – ein Sturm im Wasserglas

Anna Veith – ein Sturm im Wasserglas
19.05.2017 10:15:14 | skionline.ch, Peter Gerber
peg/APA. Eine Meldung zu Anna Veith hat am Donnerstagabend für Fragezeichen gesorgt. Veiths Pressesprecherin gibt Entwarnung: "Es gibt keinerlei negative Prognosen oder beunruhigende Neuigkeiten".

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel äusserte am Donnerstagabend in Bezug auf die Olympia-Teilnahme der zweifachen Gesamtweltcup-Siegerin Anna Veith Bedenken. "Das wird sehr knapp, aber es ist möglich", sagte der 75-Jährige im Rahmen einer Gala zum österreichischen Fernsehen. Keine neue Information, denn aufgrund von Anna Veiths Knieverletzung (rechts) und der Operation an der Patellasehne im linken Knie wusste man, dass die Zeit hinsichtlich einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Februar 2018 in Südkorea knapp werden könnte.

Für Fragezeichen sorgte aber eine zweite Schröcksnadel-Aussage: er sei von Anna Veith jüngst per SMS um ein Gespräch gebeten worden. "Ich weiss nicht, was jetzt anliegt", meinte der ÖSV-Präsident. Auf Anfrage von skionline.ch kann Veiths Pressebetreuerin Ursula Hoffmann aber Entwarnung geben: "Anna geht es gut. Sie ist aktuell noch in Italien – Urlaub und leichtes Training. Wie sie zuletzt in einem Interview gesagt hat, läuft alles nach Plan. Sie macht Fortschritte und die Ärzte sind auch zuversichtlich. Es gibt keinerlei negative Prognosen oder beunruhigende Neuigkeiten."

Dass Schröcksnadel und Veith im ständigen Ausstausch stünden, sei völlig normal, so Hoffmann. Sie wisse lediglich, dass Schröcksnadel eben erst aus Kanada zurückgekehrt sei und Anna Veith noch in Italien weile. Deswegen habe noch kein persönliches Treffen stattgefunden. "Ich habe heute schon mit Peter Schröcksnadel telefoniert. Alles, was er sagen wollte, ist, dass es ihm wichtig ist, dass sie nicht zu früh loslegen soll. Dass es ein ambitioniertes Ziel ist, ist Anna klar. Aber sie will es schaffen und glaubt daran. Davon ist Peter auch überzeugt, dass es sich ausgeht. Und sie bekommt jede Unterstützung, die sie braucht, das war die Message", erzählte Hoffmann vom Gespräch mit dem ÖSV-Boss.

Auch am Status von Anna Veith im ÖSV habe sich nichts geändert, auch wenn sie nach der neuen Trainingsgruppen-Zuordnung mit vier anderen Fahrerinnen in einer "Back to Race"-Gruppe aufgelistet wird. Deren Schneetrainer ist der für Veith zuständige Meinhard Tatschl. "Sie benötigt ja derzeit keinen Schneetrainer. Sobald sie sagt, sie fährt wieder Ski, ist er ihr Schneetrainer. Und da ist es ja auch kein Problem, wenn die anderen mitfahren", meinte Hoffmann. "Anna darf nicht zu früh zu stark belasten, damit sie keine neue Entzündung bekommt. Dafür tut sie alles. Sobald sie fit genug ist, wird sie auf Schnee gehen, das wird nicht vor Oktober sein. Jetzt ist die Zeit für Aufbautraining."
 
Foto: Agence Zoom