Beinbruch – Katja Grossmann vor langer Pause

Beinbruch – Katja Grossmann vor langer Pause
03.10.2017 17:02:23 | skionline.ch, Peter Gerber
pd/peg. Katja Grossmann ist am vergangenen Freitag im Abfahrtstraining in Saas Fee gestürzt. Dabei erlitt de 20 Jahre alte Berner Oberländerin eine Fraktur des rechten Unterschenkels. Diese konnte noch am gleichen Tag im Berner Inselspital operativ versorgt werden.

Abfahrtstraining in Saas Fee. Im Flachstück passierts: Katja Grossmann verkanntet, verliert die Kontrolle über die Ski, macht einen Spagat und stürtzt vornüber. Die Knie, bei solchen Zwischenfällen ein Schwachpunkt, bleiben heil. Nicht aber der rechte Unterschenkel. Die B-Kader-Fahrerin bricht sich das Schien- und Wadenbein. Während der Schienbeinknochen glatt bricht und mit einem Nagel fixiert werden kann, ist der Bruch im Wadenbein komplizierter. "Wir werden den Rehabilitationsprozess eng begleiten. Ob es möglich sein wird, im kommenden Winter noch in den Rennbetrieb einzusteigen, wird erst der weitere Heilungsverlauf zeigen", sagt der Teamarzt Walter O. Frey.

Nach allgemeinen guten Resultaten im letzten Winter ist Kaja Grossmann ins B-Kader aufgestiegen. Die Berner Oberländerin fuhr neun Mal in die Top-10 im Europacup und erreichte dabei mit dem 2. Rang bei der zweiten Europacup-Abfahrt in Saalbach im Januar ihren ersten Podestplatz. An der Junioren-WM in Are gewann sie die Silbermedaille in der Abfahrt.

"Eine Verletzung bedeutet nie etwas Gutes für eine Sportlerin", sagt Grossmann, die nicht zum ersten Mal zu einer Zwangspause gezwungen wird. "Ich bin jedoch sehr positiv eingestellt und nehme diese Verletzung als Chance, noch härter an mir zu arbeiten und stärker auf die Piste zurückzukehren", so die 20-Jährige, die jüngst auch von Rückenproblemen geplagt worden ist. "In den ersten Wochen heisst es das Bein ruhigzustellen. Nach zirka 6 bis 8 Wochen kann ich mit dem Aufbau beginnen. Ich lasse mir genügend Zeit, um wieder völlig gesund zu werden."
Quelle und Foto: Swiss Ski