Die Swiss-Ski-Teams sind für den Olympia-Winter gerüstet

Die Swiss-Ski-Teams sind für den Olympia-Winter gerüstet
07.10.2017 14:59:44 | skionline.ch, Peter Gerber
pd. Zuversicht herrscht bei den Cheftrainern von Swiss Ski. Die positiv verlaufene Vorbereitung lässt Hans Flatscher und Thomas Staffer optimistisch dem Winter entgegen blicken.

Beim Abgabetag in Dübendorf deckten sich die Athletinnen, Athleten und der Staff von Swiss Ski mit Material für den bevorstehenden Winter ein. Sportlich geht es für einen Teil der Weltcup-Skiahrerinnen und -fahrer Ende Oktober mit den Riesenslaloms in Sölden so richtig los. Den Saisonhöhepunkt 2017/18 bilden die Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018). Die beiden Cheftrainer – Hans Flatscher (Frauen) und Thomas Stauffer (Männer) – sind mit der Vorbereitung im Sommer/Herbst zufrieden und schauen dem Winter zuversichtlich entgegen, wie sie an der Saison-Pressekonferenz am Samstag (7. Oktober) betont haben.

Nach sieben Konditions-Trainingskursen – unter anderem auf Mallorca und in Magglingen – sind die Swiss-Ski-Technikerinnen Ende Juli auf den heimischen Schnee zurückgekehrt; gefolgt von den Mitgliedern des Speed-Teams, die eine Woche später die Ski wieder angeschnallt haben. Im August reiste die Technik-Gruppe nach Argentinien und die Speed-Gruppe nach Chile für ein mehrwöchiges Training. Hans Flatscher spricht sich über die Vorbereitungsphase zufrieden aus: "Wir konnten das geplante Programm vollumfänglich durchziehen. Die Qualität der Pisten und die allgemeinen Verhältnisse waren gut. Der Grossteil der Mannschaft hat eine sehr gute Belastungsverträglichkeit, dadurch waren intensive Trainingsumfänge in Südamerika möglich ", so der Österreicher. Die Voraussetzungen seien gut. Bis auf den Daumen von Corinne Suter und die vom pfeifferschen Drüsenfeber noch etwas geschwächte Camille Rast sind alle Weltcup-Athletinnen gesund zurück und bereit für die olympische Saison, meinte Flatscher.

Die Chancen der Schweizer Athletinnen schätzt der Cheftrainer der Frauen für die kommende Saison als gut ein. Bei der Speed-Gruppe müsse der Abstand zur absoluten Weltspitze noch weiter verringert werden können. "Im Slalom haben wir ein starkes Team mit einigen Athletinnen, die in der vergangenen Saison schon Top-Platzierungen erreichten. Im Riesenslalom haben wir neben Lara Gut weitere Athletinnen, die sich der Weltspitze nähern", meint Hans Flatscher.

Auch Thomas Stauffer, Cheftrainer der Männer, sieht das Team für die kommende Saison bereit. Die Vorbereitungen im Sommer seien zufriedenstellend verlaufen. Sowohl die Techniker in Neuseeland wie auch das Speed-Team in Saas-Fee und Zermatt hätten dank guten Pistenbedingungen ihre Trainingsziele erreichen können, so Stauffer. Hinsichtlich der Reglementänderung im Riesenslalom sei seitens der Techniker viel Zeit in die Materialabstimmung investiert worden, berichte der Cheftrainer. Nach dem Weltcup-Final 2016/17 sei das Team noch in Aspen geblieben und habe die neuen Ski getestet. Im April seien Messungen gemacht worden und Feedbacks von Athleten über das Handling der Ski mit dem 30er-Radius und für die Weiterentwicklung des Materials eingeholt worden. Justin Murisier, der bestklassierte Schweizer RS-Athlet, habe schon während der letzten Saison das neue Material testen und sich intensiv damit auseinandersetzen können. Die Reglementänderung schaffe laut Stauffer eine neue Ausgangslage für die Fahrer. Mit einer völlig neuen Chancenverteilung rechnet der Cheftrainer jedoch nicht: "Es wird keine ganz neue Hierarchie der Athleten geben, aber es werden alle näher zusammenrücken. Der 30er-Radius erfordert weniger Spezialisierung und das Fahren wird erleichtert, aber die Situation ist für alle Skifahrer gleich."

In der letzten Saison konnte sich das Team auch dank den Top-Werten im Europacup erfolgreich die maximale Anzahl an möglichen Startplätzen für die kommende Saison sichern. "Jetzt geht es darum, diese zusätzlichen Startplätze möglichst gut auszunutzen und vorne mitzufahren. Wir sind bereit für die offensive Phase. Jeder einzelne muss gut fahren, damit die ganze Schweizer Mannschaft stärker wird", so Stauffer. Die olympischen Winterspiele liegen für Thomas Stauffer noch im Hintergrund: "Die Ausgangslage ist gut und wir werden für die olympischen Winterspiele bereit sein, aber vorerst liegt der Fokus auf dem Weltcup."

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Quelle: Swiss Ski
Foto: Agence Zoom