Alle gegen Shiffrin auch in Flachau

Alle gegen Shiffrin auch in Flachau
08.01.2018 23:02:07 | skionline.ch, Elina Kalela
APA - "Derzeit haben wir eine Dreiklassen-Gesellschaft". Auch Michaela Kirchgasser ist nicht entgangen, wohin sich der Damenslalom während ihrer Verletzungspause durch Mikaela Shiffrin entwickelt hat. Die Salzburgerin gibt am Dienstagabend trotz Knieverletzung beim Flutlicht-Heimrennen in Flachau ihr Weltcup-Comeback. Ein Platz im Finale wäre schon ein Erfolg.

Denn Kirchgasser ist nach ihrem am 20. Dezember erlittenen Kreuzband-Einriss samt Knochenprellung im rechten Knie erst vor wenigen Tagen wieder auf Ski gestiegen, richtig Slalom trainieren konnte die 32-Jährige erst wieder am Montag vor dem Rennen. Kirchgasser hat in ihrem letzten Renn-Winter noch ein großes Ziel und das ist die Olympia-Kombination in Südkorea. Deshalb hat Sie nur wenige Wochen nach einer gravierenden Verletzung wieder ins Renngeschehen einzusteigen.

Die von Kirchgasser angesprochene Dreiklassen-Gesellschaft ergibt sich aus der aktuellen Überlegenheit von Shiffrin, der Verfolgergruppe mit einer Wendy Holdener, Frida Hansdotter, Petra Vlhova oder Bernadette Schild sowie dem Rest des Feldes. In einer Ära mit Shiffrin zu fahren sei einerseits eine Ehre, aber natürlich auch Herausforderung. "Aber fragt einmal Frida Hansdotter, die hatte zuerst Marlies und jetzt Mika", sagt Bernadette Schild (AUT) schmunzelnd über die wackere Schwedin, die Sonntag in Kranjska Gora hinter Shiffrin ihren 17. zweiten Platz im Weltcup belegte.

In Österreich ist Hansdotter aber sogar leichte Favoritin. Die Schwedin war bei den letzten sechs Flachau-Slaloms immer auf dem Podest, hat zwei Mal gewonnen. Dabei hat es auf der Hermann-Maier-Piste überhaupt nur drei Siegerinnen gegeben. Shiffrin siegte 2013 und 2014, Hansdotter 2015 und 2017 und 2016 setzte sich zwei Mal Veronika Velez-Zuzulova durch. Die Slowakin fehlt diesmal wegen ihres Kreuzbandrisses, ein Comeback scheint frühestens in Lenzerheide möglich.

Flachau ist immer das totale Ski-Fest, ein "Nightrace" der Damen bei dem es auch um die von rund 67.000 Euro Preisgeld begleitete Krone der "Snow Space Salzburg princess" geht.
 
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Foto: Agence Zoom