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FIS-Präsident entschuldigt sich für kontroverse Aussage

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Gian Franco Kasper (75) hat sich für seine getätigten Aussagen in einem Interview mit dem Schweizer „Tages-Anzeiger“ entschuldigt. Das sei nicht so wortwörtlich gemeint gewesen. Der Präsident des Welt-Skiverbands (FIS) ist damit zitiert worden, dass es aus geschäftlicher Perspektive sinnvoll sei, mit Großereignissen nur noch in Diktaturen zu gehen.

„Es ist nun einmal so, dass es für uns in Diktaturen einfacher ist. Vom Geschäftlichen her sage ich: Ich will nur noch in Diktaturen gehen, ich will mich nicht mit Umweltschützern herumstreiten“, sagte Kasper dem „Tages-Anzeiger“. Diktaturen könnten „solche Veranstaltungen mit links durchführen, die müssen nicht das Volk befragen“.

Auf die Frage, ob es keine Grenze gäbe, meinte Kasper: „Es stimmt nicht alles, was berichtet wird. Der Sport kann auch Türöffner sein, vielleicht haben wir in Pyeongchang mit dem vereinigten Team Korea einen Beitrag zur Öffnung Nordkoreas geleistet. Aber: Ich will nicht in ein Land gehen, dort in den Skisport investieren, während die Bevölkerung verhungert, da ziehe ich die rote Linie. Wenn sich Katar morgen meldet für Olympische Spiele, dann bin ich dagegen.“

Der Diktaturen-Sager freilich wurde in den internationalen Medien mit großer Empörung aufgenommen. In seinem Eröffnungs-Statement auf der FIS-Website anlässlich der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Åre schrieb Kasper nun: „Kürzlich erschien in den Schweizer Medien ein Bericht mit mehreren kontroversiellen Kommentaren, die mir zugeschrieben wurden. Zuallererst möchte ich mich entschuldigen, diese Kommentare sollten nicht wortwörtlich genommen werden, aber das war in der finalen Geschichte nicht klar. Ich übernehme die volle Verantwortung für dieses Missverständnis.“ Er bedauere, dass dieser Bericht die Aufmerksamkeit von den Athleten bei der WM genommen habe. Die Konzentration solle nun auf den Weltmeisterschaften und damit dem Saison-Highlight liegen.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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