Weltcup Herren

Großer Favoritenkreis im Herren Slalom in Levi

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Die Slalom-Herren starten morgen in Levi den neuen Weltcup-Saison. Der Sieger des Vorjahres fehlt, doch der Favoritenkreis im Slalom war auch vor Hirschers Rücktritt groß. Henrik Kristoffersen, der bei den vergangenen fünf Lappland-Auflagen viermal (ein Sieg/2014) auf dem Podest stand, den französischen Jungstar Clement Noel und sein Landsmann Alexis Pinturault, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern oder den auf der „Levi Black“ traditionell schnellen Oldie Andre Myhrer aus Schweden haben für den ersten Saison-Slalom alle auf der Rechnung. Weiter Prognosen sind schwerer zu treffen. Wie konkurrenzfähig ist Marco Schwarz nach seinem Kreuzbandriss? Wie gut hat Jungpapa Manuel Feller seinen Vor-Sölden-Sturz weggesteckt? Und: Wer füllt im Jahr eins nach Hirscher das Vakuum?

In Levi, wo die Slalom-Artisten erst im extrem flachen und dann extrem steilen Gelände schnell sein müssen, sind die Zeitabstände oft geringer als sonst. Mehr als zwei Sekunden Rückstand auf den Führenden durfte man sich für die Qualifikation für den zweiten Lauf zumeist nicht erlauben. Ein Trainings-Vergleich Österreich-Schweiz am Donnerstag lässt ÖSV Slalom-Gruppentrainer Marko Pfeifer noch beruhigt schlafen. „Die Schweizer haben eine kompakte Mannschaft, aber wir waren da, vor allem Michi (Matt), auf Augenhöhe dabei.“ Manchen seiner Schützlinge sieht er erst bei 95 Prozent des Leistungsvermögens. „Wir sind bereit. Aber eine Woche später hätten wir auch genommen.“

Mit Ausnahme von Matt hat von den ÖSV-Spitzenleuten nämlich niemand den vollen Trainingsumfang in der Vorbereitung mitgemacht. Schwarz kehrt nach seinem im Kombi-Super-G von Bansko Ende Februar erlittenen Kreuzbandriss zurück. „Jetzt ist das linke Bein gleich wie das rechte“, sagte Schwarz. Soll heißen: Der dreifache WM-Medaillengewinner von Are fühlt sich rennbereit. „Aber natürlich geht das eine oder andere Training noch ab.“ Feller hat mit seinem Sturz vor Sölden einen Meniskus verärgert und in den vergangenen zwei Monaten laut seinem Trainer nur „fünf, sechs“ zählbare Slalom-Trainingstage gehabt. Und auch Christian Hirschbühl laborierte an einer Knochenprellung im Knie.

Nach Levi steht bis Weihnachten mit Val d’Isere (15. Dezember) nur noch ein Slalom auf dem Programm.

Swiss-Ski Aufgebot für Levi: Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Loïc Meillard, Tanguy Nef, Luca Aerni, Sandro Simonet, Reto Schmidiger und Marc Rochat

ÖSV-Aufgebot für Levi:  Marc Digruber, Manuel Feller, Mathias Graf, Christian Hirschbühl, Michael Matt, Dominik Raschner, Marco Schwarz, Johannes Strolz

DSV-Aufgebot für Levi: Linus Straßer, Sebastian Holzmann, David Ketterer, Dominik Stehle, Fritz Dopfer, Anton Tremmel

Start um 10:15 / 13:15

Quelle: Swiss-Ski, ÖSV, DSV, APA

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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