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Hirscher holte sich den WM-Rekord

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Es wird dauern, bis ihm diesen Rekord jemand wegschnappt. Marcel Hirscher ist seit Sonntag der erfolgreichste alpine Skirennläufer der WM-Geschichte. Der Salzburger gewann in Åre seinen dritten Slalom-Titel bei Weltmeisterschaften und zog mit sieben Goldmedaillen mit Toni Sailer gleich. Dank zusätzlich vier Silbermedaillen bei einer von Sailer thront er nun alleine.

Sonntagfrüh machte Hirscher einen frischen und kraftvollen Eindruck, die leichten Minusgrade und zumindest in der Früh härtere Piste ließen sogar seine Augen vor Freude glänzen. Nach dem vollbrachten Gold-Coup war auch bei Hirscher enorme Erleichterung spürbar. „Danke an das ganze Team, sie haben das möglich gemacht. Sie haben so hart gearbeitet, mich an den Start zu bringen“, sagte Hirscher nach seinen „vielleicht letzten Weltmeisterschaften“. „Ich fühle Dankbarkeit. Als ich hierhergekommen bin, war es nicht selbstverständlich, dass ich mitfahren kann.“

Mit nun elf Medaillen bei Weltmeisterschaften zog Hirscher mit dem Luxemburger Marc Girardelli (11) und dem Norweger Lasse Kjus (11) gleich, nur noch der Norweger Kjetil Andre Aamodt (12) liegt vor ihm. Auf Weltcupebene bewegt sich Hirscher schon länger in eigenen Sphären. Der vierfacher Welt-Alpinskisportler des Jahres und fünffache Sportler des Jahres in Österreich ist auf dem besten Weg zu seinem achten Gesamtweltcupsieg in Folge. Dem zweifachen Olympiasieger von Pyeongchang fehlen mit 68 Siegen im Weltcup noch 18 auf Ingemar Stenmark.

Der Schwede war sich als Gast bei der WM in Aare sicher, dass er gegen Hirscher als Skirennläufer keine Chancen gehabt hätte. „Er ist so stark. Er hat alles, die Physis, er ist stark im Kopf.“ Vor allem die Fähigkeit, sich nach nicht so guten Ergebnissen wieder aufzurichten, imponiere dem früheren Slalom- und Riesenslalom -Spezialisten.

Wie lange Hirscher noch weiterfährt, ist offen. Sein Leben hat sich im vergangenen Jahr stark verändert. Im Juni heiratete er seine Langzeitfreundin Laura, Anfang Oktober wurden sie Eltern eines Buben. „Es ist ein bisschen eine Sucht dahinter, das Skifahren, vor allem der Wettkampf ist das, was den Rest am Leben erhält“, sagte er über die Fortsetzung seiner Karriere. Freilich gäbe es jetzt aber „mehrere Prioritäten“, er wolle seine Rolle als Familienvater „sehr ernst nehmen“. Deshalb hält er das Rahmenprogramm rund um die Rennen sehr knapp, erfüllt nur die Pflicht. Marcel Hirscher setzt auf Kontinuität in seinem Umfeld, auf beruflicher Seite begleiten ihn u.a. die Skifirma Atomic, sein Trainer Michael Pircher, sein Pressesprecher Stefan Illek und natürlich Vater Ferdinand seit Jahren.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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