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Holdener-Siegesjubel in Åre

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Wendy Holdener gelang heute in Åre ein Kunststück, das nur wenige Skirennläuferinnen vor ihr geschafft haben. Sie konnte ihren Weltmeistertitel in der Kombination erfolgreich verteidigen. Nach der Goldmedaille in St. Moritz vor zwei Jahren erreichte sie eben diese erneut in Schweden. Die 25-Jährige lag im Favoritenduell mit der Slowakin Petra Vlhova aber nur 0,03 Sekunden vorne. Rang drei ging an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (+0,45).

Titelverteidigerin Holdener hatte die Kombination mit voller Konzentration in Angriff genommen. Um völlig fokussieren zu können, gab sie beispielsweise zwischen der Abfahrt und dem Slalom keine Interviews. Nach dem Sieg war die Freude umso größer, die sie auch im Interview mit Skionline zum Ausdruck brachte. Durch die Verletzung von Michelle Gisin war Holdener die einzige Schweizer Hoffnung in der Kombination gewesen. Corinne Suter, Lara Gut-Behrami, Joana Hählen und Jasmine Flury hatten nur die Abfahrt zu Trainingszwecken absolviert. Suter erreichte dabei die viertbeste Zeit, sie klassierte sich unmittelbar vor der späteren Kombinationssiegerin Holdener.

„Ich konnte zwei gute Läufe zusammenbringen und den Sieg nach Hause holen. Es ist zur richtigen Zeit passiert, ich bin so glücklich“, sagte die als Topfavoritin gehandelte Holdener. Auf der Abfahrt habe sie sich so wohlgefühlt und nach dem Slalom war sie glücklich, ein kleines bisschen vor Petra gelegen zu sein. Die 25-jährige Holdener ist die erste Schweizerin seit Vreni Schneider 1989 (Riesentorlauf), die einen Titel erfolgreich verteidigt hat. Für Mowinckel war es die erste Medaille bei einer WM, für Vlhova die zweite nach Team-Silber 2017.

Nach 28 Jahren ist die Medaillen-Serie der ÖSV-Ski-Damen in der Kombination gerissen. Um nur 0,04 Sekunden verpasste Ramona Siebenhofer am Freitag als Vierte das Podest. Siebenhofer, die in der Abfahrt die schnellste Zeit markiert hatte, konnte es im Zielraum kaum fassen. „Das tut weh. Was soll ich sagen, ich bin sehr enttäuscht“, erklärte die Speed-Spezialistin, die im Slalom immerhin die achtbeste Laufzeit hinlegte. „Ich habe in der Abfahrt bei der Linie was probiert, das hat leider nicht so funktioniert, sonst wäre der Abstand nach der Abfahrt vielleicht größer gewesen“, sagte die 27-Jährige unter Tränen. „Man muss die Emotionen zulassen.“

Ob Wendy Holdener möglicherweise die letzte Kombi-Weltmeisterin war, wird man auch bald wissen. Die Zukunft der Kombination wird vielleicht in Aare fallen. Am 13. Februar treffen sich Council-Mitglieder des Internationalen Skiverbands (FIS), um erneut über die Zukunft der Alpinen Kombination zu diskutieren. Vergangenen November konnte keine Entscheidung diesbezüglich erzielt werden. Diskutiert wird allerdings seit längerem, die Kombination durch einen Einzel-Parallelbewerb zu ersetzen.

Quelle: APA

Foto: Agence zoom

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Elina Kalela

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