Weltcup_Damen

Ilka Stuhec gewinnt in Gröden

LAKE LOUISE, CANADA - NOVEMBER 29: Ilka Stuhec of Slovenia in action during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Downhill Training on November 29, 2018 in Lake Louise Canada. (Photo by Christophe Pallot/Agence Zoom)

Die Damen hatten auf die Saslong ausweichen müssen, weil davor die Rennen in Val d’Isere abgesagt worden waren. Auf der entschärften und deutlich verkürzten Herrenstrecke mit sehr flachem Start bei der „Mauer“ setzte sich Stuhec dann dank einer starken Leistung durch. Die Slowenin hatte vor zwei Jahren den Abfahrtsweltcup dominiert und war 2017 in St. Moritz Weltmeisterin geworden.

Vor dem Beginn der vergangenen Olympia-Saison hatte sie sich aber bei einem Trainingssturz im Pitztal einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen und musste einen ganzen Winter pausieren. Es war Stuhec‘ insgesamt achter Weltcupsieg und der fünfte in einer Abfahrt.

Von den Schweizerinnen bewältige Jasmine Flury die Saslong am besten. Zwar lag sie bei der Startzeit nach neun Sekunden schon deutlich hinter Stuhec zurück, allerdings konnte sie sich im Laufe des Rennens immer mehr steigern. 0,87 Sekunden Rückstand bedeuteten am Ende den vierten Rang, mit dem sich die Davoserin sehr zufrieden zeigte. „Meine Leistungen in Übersee waren nicht besonders, deshalb freue ich mich umso mehr über dieses Resultat“, meinte sie im Interview über ihr bestes Karriereresultat.

Lara Gut-Behrami klassierte sich auf dem achten Rang, nachdem sie im oberen Streckenteil recht viel Zeit verloren hatte. Mit dem Resultat zeigte sie sich durchaus zufrieden. „Nicht gut und auch nicht schlecht“, kommentierte Corinne Suter ihren 16. Platz. Eher zweitrangig war das Ergebnis für Michelle Gisin, die 1,55 Sekunden auf Stuhec verlor und damit 17. wurde. Ihr Rennen stand ganz im Zeichen ihres Bruders Marc, der am Samstag auf der Saslong schwer gestürzt war. Mit ihrer Schwester Dominique hatte Michelle das Rennen vorbereitet und sie war froh, dieses beenden zu können. Das Ergebnis aus Schweizer Sicht komplettierten Priska Nufer (20.) und Joanna Hählen 24.)

Erstmals in einer Abfahrt geschlagen geben musste sich in der WM-Saison Nicole Schmidhofer, die zum Saisonbeginn in Lake Louise gleich zwei Mal zugeschlagen hatte. Für das fast schon „übliche“ Speed-Podest der ÖSV-Damen sorgte diesmal Ramona Siebenhofer. Die Steirerin, die zwei der drei Trainingsläufe auf der Saslong gewonnen hatte, sicherte sich damit drei Jahre nach ihrer „Podest-Premiere“ 2015 in Kanada wieder einmal einen Platz auf dem Weltcup-Stockerl.

Zu den erfreulichen Überraschungen im starken ÖSV-Damenteam mit sieben Fahrerinnen in den Top-16 zählten Mirjam Puchner (6.) und Nadine Fest (12.). Puchner hatte sich 2017 bei der WM einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen, für die Kärntnerin Fest war es der erste Start in einer Weltcup-Abfahrt überhaupt. Anna Veith blieb als 33. punktlos, Nina Ortlieb stürzte. Am Mittwoch folgt auf derselben Strecke ein Super-G (11.00).

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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