Weltcup Herren

Kitz-Abfahrt bereits am Freitag, Slalom am Samstag

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In Abstimmung mit dem Kitzbüheler Organisationskomitee hat die Rennleitung des Internationalen Ski-Verbands (FIS) das Programm der 79. Hahnenkammrennen am Donnerstag komplett geändert. Aufgrund der Wetterprognosen findet die Streif-Abfahrt bereits am Freitag (11.30) statt Samstag statt.
Es folgt am Samstag der Slalom (9.30/12.30 Uhr), ehe am Sonntag der eigentlich für Freitag geplante Super-G (13.30 Uhr) über die Bühne gehen soll. Für Samstag wird Regen und Schneefall vorausgesagt.

Im Kreis der Favoriten für die Hahnenkammabfahrt tummeln sich einige Abfahrt-Cracks. So jagt Beat Feuz die Erste Goldene Gams, nachdem er zweimal schon ganz knapp dran war. „Das Eis ist aber nicht meine Lieblingsunterlage. Natürlich werde ich versuchen, vorne dabei zu sein, doch Favoriten sind andere“, schob Feuz jeglichen Druck von sich. Als Kitzbühel-Spezialisten gelten auch die Südtiroler Dominik Paris und Christof Innerhofer. „Die Verhältnisse hier sind ähnlich wie in Bormio. Wer dort schnell war, ist bekannt“, betonte Feuz. In Bormio gewann Paris knapp vor dem Jahreswechsel Abfahrt und Super-G.

In die Rolle des gefährlichen Außenseiters arbeitete sich der Österreicher Daniel Danklmaier dank zweier Kitz-Trainingsbestzeiten im Europacup, des Gewinns der Europacup-Abfahrt und sowie der Ränge drei und vier im Weltcup-Training. „Mir ist es lieber so, als wie wenn ich immer nachdenken muss, was ich falsch mache. So läuft es einfach gerade, das taugt mir richtig“, meinte der Steirer, dem die eisige, unruhige Piste offenbar entgegenkommt. In der ÖSV-Aufstellung stach er Romed Baumann aus.

Trotz eines Bandscheibenvorfalls gewann Reichelt 2014 als bisher letzter Österreicher die Abfahrt. Auf der Streif die perfekte Mischung zwischen absolutem Risiko und Kalkül zu finden, sei enorm schwierig, erklärte der 38-jährige Routinier, der mit der Bestzeit im Abschlusstraining sein Faible für die Strecke unterstrich. Kitzbühel-Sieger seien „oft ziemlich wilde Hunde. Ich habe es ein paar Mal bewiesen, immer ist es mir nicht geglückt“, sagte Reichelt. „Man muss kämpfen, aber nicht hirnlos drauflosfahren. Das bestraft dann auch die Strecke.“

Die Verzögerung warf klarerweise auch das Vorbereitungsprogramm der Athleten über den Haufen. „Ich bin gerade ein bisserl im Stress“, gestand Max Franz während eines von seinem Kopfsponsor organisierten Medientermins. „Eine Stunde Videoschauen kommt jetzt heute noch mehr dazu, mit den Serviceleuten muss ich noch einmal reden, die Skiauswahl müssen wir noch treffen. Das sind jetzt ein paar Sachen, die mehr sind.“

Nicht mit dabei sein werden Kjetil Jansrud, der sich im ersten Training zwei Mittelhandknochen gebrochen hat und Carlo Janka, der beim ersten Training gestürzt ist und Schmerzen im rechten Knie verspürt. Janka wird nun ein paar Tage pausieren und Reha machen – dies mit dem Ziel, nächste Woche in Garmisch wieder am Start zu stehen

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

 

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Elina Kalela

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