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Kriechmayr vor Norwegern Schnellster im Abschlusstraining

PYEONGCHANG-GUN, SOUTH KOREA - FEBRUARY 10: Vincent Kriechmayr of Austria in action during the Alpine Skiing Men's Downhill Training at Jeongseon Alpine Centre on February 10, 2018 in Pyeongchang-gun, South Korea. (Photo by Alain Grosclaude/Agence Zoom)

Kriechmayr vor Norwegern Schnellster im AbschlusstrainingAPA, CT – Vincent Kriechmayr hat im dritten und letzten Training für die Olympiafahrt Bestzeit erzielt. Der Oberösterreicher war am Samstag in 1:40,76 Min. Schnellster vor den norwegischen Mitfavoriten Kjetil Jansrud und Aksel Lund Svindal. Weil im Jeongseon Alpine Centre nochmals von ganz oben gefahren werden konnte, blufften viele Favoriten und fuhren den unteren Teil nur noch aufrecht.

So wurde der letzte Test vor dem ersten Höhepunkt der Spiele 2018 für viele zu einem Muster mit ganz speziellem Wert. Asse wie Beat Feuz (45.) etwa nutzten die Gelegenheit vor allem, um die Linien im oberen Teil nochmals anzupassen. Den Rest, etwa ein ganzes Drittel der Strecke, fuhr er aufrecht bis ins Ziel. Nur wenige Favoriten ergriffen hingegen die Chance auszuprobieren, wie sich die 100 Sekunden zu einer möglichen Medaille anfühlen könnten.

Jansrud und Svindal etwa. „Es war wichtig, oben nochmals alles zu probieren. Man darf hier nicht zu hart fahren, besser alles mit ein bisschen Gefühl“, erklärte Svindal, der aufgrund von Rückenwind im letzten Training durchaus Probleme hatte.

Das Wetter präsentierte sich einen Tag vor der Abfahrt deutlich wärmer. Zuvor hatten die wegen der enormen Kälte sehr aggressiven Schneekristalle die Ski der Rennläufer förmlich „ausgebrannt“. Vermutlich hat man am Renntag auch Wetterglück, denn der angekündigte Wind soll sich am Sonntag zurückhalten.

Weltmeister Feuz testete im oberen Teil noch Ski und Linie und meinte danach: „Ich weiß zu 99 Prozent, was ich im Rennen fahren werde. Nämlich nicht den Ski von heute“, erklärte der in Tirol lebende Schweizer. Er sei froh zu den Favoriten zu gehören. „Da sind aber viele andere, die schnell fahren können. Speziell die Norweger.
Auch die Österreicher haben ein starkes Team.“

Kriechmayr blieb trotz eher unerwarteter Bestzeit unaufgeregt. „Nach dem ersten Training habe ich mich heute am Limit bewegen müssen“, sagte der Oberösterreicher, der eher technisch anspruchsvolle Pisten liebt. „Natürlich ist das hier nicht Kitzbühel oder Wengen und ich bin kein Gleitwunder. Aber endlich habe ich alle Passagen einmal halbwegs erwischt, oben aber auch viel Zeit verloren“, sagte „Vince“. Sein Blick auf die Konkurrenz führte zur Erkenntnis: „Ich habe selten so eine Blufferei gesehen.“

Spannend war das Training für die Schweizer Abfahrtsmannschaft, da bisher erst drei Plätze vergeben waren, jene für Beat Feuz, Gilles Roulin und Mauro Caviezel. Marc Gisin, Patrick Küng und Carlo Janka fuhren daher um den vierten Startplatz. Für den Bündner Janka lautete die Vorgabe, dass er in den Trainings beweisen sollte, dass er in der Olympiaabfahrt für eine Medaille gut ist. Nach einem achten und einem 14. Rang erreichte er dieses Mal den 18. Rang, war mit seiner Linie aber dennoch zufrieden und meinte, er freue sich auf die Kombination. Bester Schweizer im Training war Marc Gisin als 16 (+1,12), der sich laut seinem Instagram-Account damit den vierten Startplatz in der Abfahrt sicherte. Keine Chance auf diesen hat Patrick Küng, der immer noch nach seiner Form sucht und 21. wurde. Bei einer Olympiaabfahrt starte er nicht, um 20. zu werden, meinte Küng, dessen allgemeine Situation im Moment einfach nicht passe.

Ergebnis

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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