Weltcup Herren

Marcel Hirscher dominiert das Nightrace in Schladming eindrucksvoll

SCHLADMING, AUSTRIA - JANUARY 29: @title@ during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Men's Slalom on January 29, 2019 in Schladming Austria. (Photo by @photographer@)

An der Stätte seines WM-Triumphes von 2013 hat Marcel Hirscher am Dienstagabend in Schladming seinen dritten Erfolg im „Night Race“ des Slalom-Weltcups eingefahren. Der aktuelle Weltmeister dominierte vor mehr als 45.000 Fans eindrucksvoll, feierte mit zweimaliger Laufbestzeit seinen fünften Saisonerfolg im neunten Slalom und baute mit dem insgesamt 68. Weltcup-Sieg die Gesamtführung aus.

Danke, Schladming“, sagte Hirscher im Zielraum-Interview und forderte die über 40.000 Zuschauer auf: „Trinkt’s eins mit für mich!“ Im Interview mit dem ORF-Fernsehen sprach er davon, wieder ein sicheres Gefühl und Wohlbefinden mit seinem Material gefunden zu haben. „Es geht nicht einmal um einen Zentimeter, aber für mich macht es die Welt aus, es ändert recht viel. Ich bin froh diesen Zentimeter gefunden zu haben.“

Hirscher setzte sich nach überlegener Halbzeitführung 1,21 Sekunden vor dem Franzosen Alexis Pinturault und 1,60 vor dem Schweizer Daniel Yule durch. Es war der zehnte Saisonsieg des 29-Jährigen. Unmittelbar hinter Yule klassierte sich Ramon Zenhäusern auf dem vierten Rang. Für die wohl größte Überraschung sorgte der Bulgare Albert Popov, der mit der hohen Nummer 46 am Ende Sechster wurde. Beglückwünscht wurde er im Ziel von seinem Trainingskollegen Felix Neureuther. Der Publikumsliebling zeigte als Achter aufstrebende Form und ließe sich dafür von den Massen in Schladming feiern. Die Gestik Neureuthers im Zielraum sah allerdings auch schon verdächtig nach Abschied aus, auch wenn er sich im Interview dazu nicht äußern wollte. „Man wird sehen“, sagte der 34-Jährige gegenüber Journalisten. „Ich bin seit Längerem sehr am Kämpfen. Mein Körper spricht mit mir schon seit Längerem, ich werde bald eine Entscheidung bekanntgeben.“

Direkt vor Hirscher hatte Noel, der Sieger der Klassiker in Wengen und Kitzbühel, nach sechs Fahrsekunden eingefädelt. „Mein Ski hat ein bisschen zu früh gegriffen, der Schnee war wirklich ein bisschen speziell aggressiv“, erklärte der 21-jährige Franzose, der sich danach für eine halbe Stunde in den für die Teams reservierten Räumlichkeiten verkroch. „Ich bin natürlich enttäuscht, aber das wird vorbeigehen. Ich bin meistens nicht lange enttäuscht. Wenn man anfängt, mehrere gute Rennen zu fahren, dann tut ein Rennen mit null Punkten weh, besonders in Schladming.“ Der dreifache Schladming-Sieger Henrik Kristoffersen fiel nach Halbzeitrang fünf im Finale aus. Manuel Feller hatte schon den ersten Durchgang nicht beenden können.

Der drittplatzierte Daniel Yule streute den Veranstaltern in Schladming Rosen: „Ich liebe es hier, vor dieser Kulisse zu fahren. Das ist eines der größten Rennen, die es gibt. Es gibt dir so viel Energie, hier runterzufahren“, meinte er freudenstrahlend im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Auch Ramon Zenhäusern strahlte angesichts einer mit Abstand besten Platzierung in Schladming um die Wette.

Vier Schweizer sorgten für ein erfolgreiches Mannschaftsergebnis vor der eindrucksvollen Kulisse auf der Planai. Neben Yule und Zenhäusern komplettierten Loïc Meillard als 18. und Tanguy Nef als 19. das Ergebnis. „Die Stimmung hier ist wirklich unglaublich“, meinte Meillard, der die perfekte Abstimmung im Slalom derzeit noch sucht. „Ich habe gedacht, heute habe ich Spaß, und das habe ich erreicht“, meinte Tanguy Nef zu seiner Performance. Sein Top 20 Platz bedeutete für den aufstrebenden Nachwuchsläufer wohl die Qualifikation für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Are (SWE). Vorher hat er jedoch noch einige universitäre Prüfungen in den USA zu absolvieren.

 

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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