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Nach Absage von Kranjska-Gora-Rennen Kilde Gesamtsieger

Aleksander_Aamodt_Kilde_gewinnt_erstmals_Grosse_Kristallkugel

Nach der Absage der Damen-Rennen in Åre (Schweden) ist jene der Herren in Kranjska Gora (Slowenien) nur eine Frage der Zeit gewesen. Eine am Mittwoch positiv auf Covid-19 getestete Person im Weltcup-Tross sahen die Organisatoren, der Skiweltverband und die Gesundheitsbehörden als zu großes Risiko an. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde steht damit erstmals als Gewinner der Gesamtwertung fest.

Auf dem Podkoren in Kranjska Gora wären noch je ein Riesenslalom und Slalom auf dem Programm gestanden, der in beiden Disziplinwertung führende Norweger Henrik Kristoffersen holte sich diese Kristallkugeln. Die weiteren Wertungssieger sind in der Abfahrt Beat Feuz, im Super-G dessen Mauro Caviezel, im Parallel mit Loic Meillard ebenfalls ein Eidgenosse und in der Kombination Alexis Pinturault.

Der Franzose hätte noch die Chance auf die Große Kugel gehabt – ihm fehlten als Zweitplatzierten 54 Zähler auf Kilde – und jene im Riesenslalom (sechs Zähler hinter Kristoffersen). Im Slalom lag der Franzose Clement Noel nur zwei Punkte hinter Kristoffersen, der sich im Jahr eins nach der Ära Marcel Hirscher über seine Kristallkugeln Nummer zwei und drei freuen darf, bisher hatte er nur Slalomkristall von 2016 zuhause. Für Österreich ging die Weltcup-Saison 2019/20 ohne einen einzigen Kugelgewinn zu Ende. Dies war zuletzt vor 25 Jahren der Fall.

Laut der lokalen Organisatoren hielt man sich bei der Entscheidung für die Absage an die Empfehlungen des Ski-Weltverbandes (FIS) und der nationalen Gesundheitsbehörde in Slowenien. Am Mittwoch hätten drei Personen im Ski-Tross Symptome von Covid-19 gezeigt, eine sei positiv getestet worden. Alle seien
sofort unter Quarantäne gestellt worden, hieß es in einer Aussendung. Dies hatte auch zur Absage in Åre geführt, denn die positiv getestete Person war ein Mitglied des Weltcup-Sponsor-Unterstützer-Teams in Kvitfjell (Norwegen) gewesen, wo vergangene Woche die Herrenrennen stattgefunden hatten. Weltcupsponsoring- Umsetzung und teilweise die Betreuung der Medienrechte sind von der Firma Infront (Sitz in Italien) durchgeführt.

„Die Absage ist klar nachvollziehbar, wenn man sich jetzt rundherum die Welt anschaut. Es ist jetzt wirklich eine dramatische Geschichte. Für mich ist das die richtige Entscheidung“, sagte Österreichs Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher.

Der Allrounder Kilde trat in die Fußstapfen seiner prominenten Landsleute Kjetil-Andre Aamodt (1994), Lasse Kjus (1996 und 1999) und Aksel Lund Svindal (2007 und 2009).

Quelle: FIS, APA

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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