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NACH BRUNNER VERLÄSST AUCH PATRICK RIML US-SKIVERBAND

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Nach Bernd Brunner verlässt auch Patrick Riml den US-Skiverband. Der Tiroler legt seine Funktion als Alpindirektor mit 1. Mai 2018 zurück. Mit dreijähriger Unterbrechung in Kanada war Riml seit 2001 für den US-Verband tätig, seit 2011 als Alpinchef. Der 47
Jährige sondiert derzeit neue Möglichkeiten als Ski-Coach. „Aber auch das Golfgeschäft oder die Privatwirtschaft sind interessant.“

Mit Riml verliert der US-Verband einen der erfahrensten Coaches und Manager im Alpinskisport. Der Österreicher zeichnete für den Aufbau und die Erfolge eines der besten US-Skiteams aller Zeiten verantwortlich, der Kreis seiner Schützlinge reicht von Bode Miller und Ted Ligety bis zu Lindsey Vonn, Julia Mancuso und Mikaela Shiffrin. Mehrmals in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten waren die USA unter Riml bei Olympia oder Weltmeisterschaften die Nummer 1 punkto Medaillen gewesen. Zuletzt bei Olympia in Südkorea waren alle drei US-Alpinmedaillen auf das Konto der Damen Mikaela Shiffrin (2) und Lindsey Vonn (1) gegangen. Riml hatte danach die Vorstellung der US-Herren als „enttäuschend“ bezeichnet und einen Neuaufbau in Richtung Peking 2022 vorgeschlagen.

Dieser findet nun aber ohne Riml statt. „Ich bin stolz auf den Beitrag, den ich für das US-Skiteam geleistet habe. Es muss aber immer von beiden Seiten her passen und ich muss das Gefühl haben, dass ich es so machen kann, dass es am meisten Sinn macht. Deshalb bin ich zum Schluss gekommen, meine Position zurückzugeben und in Zukunft etwas anderes zu machen“, sagte Riml zur APA und betonte: „Es war eine super Zeit beim US-Skiverband, es gibt keine schlechten Gefühle.“

Während Brunner künftig als Technik-Trainer der deutschen Herren agiert, will Riml sondieren, „was für mich und meine Familie am meisten Sinn macht.“ Der Österreicher ist auch US-Staatsbürger und lebt mit Frau Jodi und Tochter Raina in Park City (Utah). Riml ist ein großer Golf-Fan und war zuletzt mehrmals beim US-Masters in Augusta. Vom US-Verband gab es zum Abschied viel Lob für den Österreicher. „Patrick’s Führungsqualitäten spielten in den vergangenen vierzehn Jahren eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Entwicklung unseres Alpin-Programms“, sagte Sportdirektor Luke Bodensteiner. „Er hat eines der erfolgreichsten US-Skiteams aller Zeiten angeführt.“

Der US-Skiverband ist offensichtlich gerade dabei, sich neu aufzustellen. Zudem betrauert man dort den Tod von Bob Beattie. Der Ski-Pionier war ein bekannter Sport-Promoter, US-Nationalteamtrainer, TV-Kommentator und neben Serge Lang, Honore Bonnet und dem Österreicher Sepp Sulzberger einer der Gründer des Alpinski-Weltcups. Beattie ist am Ostersonntag 2018 als Letzter dieses Legenden-Quartetts 85-jährig verstorben.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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