Weltcup Herren

NEUIGKEITEN VON HERREN WELTCUP

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Um den Alpinski-Weltcup attraktiver zu machen wurde bei der FIS-Kalenderkonferenz vergangene Woche in Zürich diskutiert, ob das Starterfeld reduziert werden soll. Bereits im kommenden Winter könnten große Nationen wie die Schweiz oder Österreich einen Startplatz verlieren. Ziel der Reform ist es, bei den Herren statt wie bisher 80 künftig höchstens 45 bis 50 Fahrer am Start zu haben.

Mit dieser Maßnahme soll der Weltcup exklusiver und attraktiver gemacht werden. „Es gibt einen starken Druck vom Fernsehen, zu reduzieren“, erklärte Markus Waldner, FIS Renndirektor, für Austria Presse Agentur.

Am Ziel, die Starterfelder bei den Herren drastisch zu verkleinern, werkelt man schon seit geraumer Zeit. „Durchschnittlich 80 Fahrer am Start, das ist kein Weltcup mehr. Mit 92 Läufern ein Rennen in Sölden zu machen, ist kompliziert“, blickte der Herren-Renndirektor auf den bevorstehenden Weltcup-Auftakt Ende Oktober in Österreich.

Rennen mit deutlich reduzierten Starterfeldern hätten organisatorisch große Vorteile. Fernsehstation könnten ihr Produkt besser gestalten und hätten mehr Zeit für Storytelling und Hintergrundberichte, ist Waldner überzeugt. Auf diese Weise will man den Haupt-Arbeitsplatz von Marcel Hirscher und Co attraktiver machen und soll der Weltcup als Premium-Produkt gestärkt werden. Gleichzeitig soll die zweite Liga – also die Kontinentalcups wie der Europacup – durch ein dynamisches System aufgewertet werden. Erfolgreiche Läufer könnten beispielsweise schon während der Saison in den Weltcup aufsteigen. Nicht diskutiert war wie sollte mann eine aufgewertete „Zweite Liga“ wie Europa-Cup ohne Fernsehen Bedeckung oder ordentlich Streaming auf digitale Kanäle finanzieren.

Dass Reduktionen auf Weltcupebene für einige Skiverbände schmerzvoll sind, ist Waldner bewusst. „Im ersten Schritt hat man den Rotstift bei den großen Nationen wie Österreich, Schweiz oder Frankreich angesetzt“, erklärte Waldner. „Sie haben schon den Kopf hingehalten. Jetzt muss der zweite Schritt erfolgen, in dem auch die mittleren und kleinen Nationen Plätze verlieren.“

Durch welche Maßnahmen man die große Reduzierung erreiche, müsse nun debattiert werden. Schon in etwa zwei Jahren soll der große Schnitt erfolgt sein. Gut möglich, das dann große Ski-Nationen wie die Schweiz nur noch 5 Läufer am Start eines Herren-Rennens haben. Nach Evaluierung über den Winter sollen die nächsten Schritte bei der Frühjahrssitzung in Dubrovnik abgesegnet werden. Zuständig für den Weltcup ist in der FIS der Schwede Niklas Carlsson.

Quelle: FIS, APA

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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