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Österreichische Dreifachsieg im WM-Slalom

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Mit fabelhaften Slalom-Fahrten hat Marcel Hirscher am Sonntag einen weiteren Eintrag in das Rekordbuch des Skisports geschafft. Wenige Wochen vor seinem 30. Geburtstag eroberte der Salzburger beim ÖSV-Triple-Sieg in Aare die siebente WM-Goldmedaille seiner Karriere und ist nun vor Toni Sailer der erfolgreichste Skirennläufer in der Geschichte bei FIS-Titelkämpfen. „Es ist unglaublich, nach 2013 und 2017 jetzt 2019, bei meinen vielleicht letzten Weltmeisterschaften“, sagte Hirscher, für den es der dritte WM-Titel im Slalom nach Schladming und St. Moritz war.  In der WM-Geschichte war es auch das erste Mal, dass drei Läufer einer Nation in einem Slalom vorne waren.

Den Grundstein zum ersten Gold für das ÖSV-Aufgebot in Schweden – damit blieb die WM 1987 die bisher letzte ohne ÖSV-Sieg – legte Hirscher mit einer Traumfahrt im ersten Durchgang. „Das ist sicher ein Lauf, den ich mir noch oft in meinem Leben anschauen werde“, sagte der Annaberger und ließ im Finale keinen Zweifel an seinem Erfolg aufkommen. Hirscher triumphierte 0,65 Sekunden vor Michael Matt und 0,76 vor dem 23-jährigen Marco Schwarz, der nach Team-Silber und Kombi-Bronze als Dritter sein drittes Edelmetall in Schweden eroberte.

Von einer starken Erkältung besser erholt als noch bei der Fahrt zu Silber im Riesenslalom am Freitag, holte der Topfavorit Hirscher sein drittes Slalom-Gold nach 2013 in Schladming und 2017 in St. Moritz. Mit nun insgesamt sieben Gold- und vier Silbermedaillen überflügelte er den Tiroler Sailer (7-1-0). Doch dieser Rekord war für Hirscher selbst vorerst nebensächlich, wie er zugab.

„Dankbarkeit überwiegt, denn als ich hergekommen bin, war es nicht selbstverständlich, dass ich mitfahren kann. Danke an das ganze Team“, sagte der Familienvater nach dem ersten WM-Dreifach-Sieg von Österreichern überhaupt. Bei Olympia 2006 waren ebenfalls drei Österreicher auf dem Slalom-Podest gestanden. Hirscher hob auch die Leistung seiner Teamkollegen hervor. „Cool, dass wir mannschaftlich so stark waren. Michi und Marco wären parat gewesen, wenn ich ausgefallen wäre.“

Der Halbzeit-Zweite Alexis Pinturault, in den bisherigen Saisonslaloms zweimal Zweiter hinter Hirscher (Saalbach und Schladming), musste sich nach einem schweren Fehler im Finale mit dem vierten Platz begnügen (0,93 hinter Hirscher, 0,17 hinter Schwarz). Zuvor hatte sich der 27-Jährige Kombinations-Gold und RS-Bronze gesichert.

Von den übrigen Saisonsiegern neben Hirscher (5 Slalom-Erfolge) kam der Franzose Clement Noel (FRA/1. in Wengen und Kitzbühel) nicht über den 7. Platz hinaus (1,09) und Daniel Yule (1. in Madonna) schied im ersten Durchgang aus. Riesentorlauf-Champion Henrik Kristoffersen wurde Achter (1,12).

Ramon Zenhäusern verbesserte sich im zweiten Durchgang und landete als bester Schweizer auf Platz 5. Für das Schweizer Herrenteam bedeutete dies eine kleine Enttäuschung, blieb man damit doch in Aare mit Ausnahme des Teambewerbs medaillenlos. Vor allem Zenhäusern und Yule hatten im Slalom als heiße Medaillenkandidaten gegolten. Loic Meillard belegte am Ende den 14. Rang. Tanguy Nef hatte im ersten Durchgang die Qualifikation für die Top 30 knapp verpasst und wurde am Ende 29.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Elina Kalela

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