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Pinturault führt im WM-Riesenslalom

ARE, SWEDEN - FEBRUARY 15: Alexis Pinturault of France in action during the FIS World Ski Championships Men's Giant Slalom on February 15, 2019 in Are Sweden. (Photo by Alexis Boichard/Agence Zoom)

Marcel Hirscher liegt in Aare auf Kurs, seine vierte Riesentorlauf-Medaille bei den vierten Ski-Weltmeisterschaften in Folge zu gewinnen. Der Salzburger war trotz Erkältung im ersten Durchgang am Freitag nur 0,10 Sekunden langsamer als der führende Franzose Alexis Pinturault. Auch der drittplatzierte Norweger Henrik Kristoffersen liegt mit 0,18 nicht weit zurück.

„Es hat gut gepasst, glaube ich. Es ist ganz okay gewesen. Ich bin dabei, es ist nichts verloren, aber auch nichts gewonnen“, meinte Hirscher im Interview mit dem ORF-Fernsehen. „Das ist eh schon gut, weil summa summarum ist nicht alles zugeschnitten. Ich glaube, dass das für den zweiten Durchgang leichter ist als für den ersten, weil das Adrenalin schon da ist.“

Pinturault war mit seiner Fahrt zufrieden. „Der erste Lauf war sehr stabil, keine Fehler. Das war das Wichtigste. Jetzt bin ich konzentriert auf den zweiten Durchgang. Marcel und Henrik habe ich vorne erwartet“, sagte der 27-Jährige.

Hirscher ist im Riesentorlauf Olympiasieger und amtierender Weltmeister, 2013 und 2015 hatte er jeweils WM-Silber gewonnen. Pinturault hatte sich erst am vergangenen Montag in der Alpinen Kombination erstmals zum Weltmeister gekürt. Kristoffersen ist bei Weltmeisterschaften bisher immer leer ausgegangen und wartet noch auf seine erste Medaille.

Zwei Schweizer Läufer liegen nach dem ersten Durchgang in Lauerposition. Vor allem Loic Meillard hat als Fünfter noch durchaus Medaillenchancen. Er liegt 0,75 Sekunden hinter Pinturault zurück, auf den dritten Platz fehlt etwas mehr als eine halbe Sekunde. Mit seiner Leistung war er dementsprechend durchaus zufrieden. Marco Odermatt meinte, dass ihm für eine Medaille wohl zu viel fehlen würde. Er liegt mit 1,26 Sekunden Rückstand auf dem achten Platz. Gino Caviezel und Thomas Tumler konnten den ersten Lauf nicht beenden. Caviezel schied schon im oberen Streckenteil aus, Tumler nach der Zwischenzeit.

Zweitbester Österreicher war bei anfänglich blauem Himmel und Sonnenschein als Zwölfter Stefan Brennsteiner, der 1,44 Rückstand auf den Führenden hat. „War lässig, hat gut zusammengepasst. Jetzt heißt es, im zweiten noch einmal angreifen“, erklärte Brennsteiner. Marco Schwarz (16./1,71) und Manuel Feller (17./1,82) liegen weiter zurück. Vize-Weltmeister Roland Leitinger (2,76) reihte sich als 23 ein.

„Ich sage einmal, drei gröbere Fehler eingebaut. Für das ist der Zeitrückstand eigentlich eh gut“, kommentierte Schwarz seinen Lauf. Feller habe es zwar versucht, es sei aber „wahrscheinlich nicht mein bestes Skifahren“ gewesen. Die wechselhaften Bedingungen hätten es sehr schwierig gemacht. „Du weißt ja nicht, wie hat sich die Piste entwickelt bei welchem Tor.“ Leitinger sagte, er werde um die vorderen Platzierungen „nicht mehr mitreden“ und versprach „Gas geben“.

Pech hatte der Deutsche Stefan Luitz. Bei einem Sturz dürfte sich der vermeintliche Beaver-Creek-Gewinner 2018 – der Sieg wurde ihm später aberkannt, weil er verbotenerweise zwischen den Durchgängen zusätzlichen Sauerstoff inhaliert hatte – am linken Knie verletzt haben. Er wurde im Anschluss zur Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Luitz hatte sich im Dezember 2017 in Alta Badia im linken Kniegelenk einen Kreuzbandriss zugezogen. Der zweite Durchgang ist für 17.45 Uhr angesetzt.

 

 

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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