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QUARIO-BRIGNONE: EINE MUTTER-TOCHTER-SKIRENNGESCHICHTE

Bevor sie die Athletin war, die wir alle als Federica Brignone kennen, war sie „nur“ Ninna Quario’s Tochter. „Als ich ein kleines Mädchen war, haben Ansager oft meinen Namen umgangen,“ sagte Federica Brignone während dem „Festival dello Sport“ in Trient am 13. Oktober 2018.

Quario trug zu einem wichtigen Teil in der Geschichte des Skirennsports bei und war einer der italienischen Skifahrerinnen, die in den 70er- und 80er-Jahren vier WM-Medaillen gewann. Doch mit Brignone’s Vorherrschaft im Weltcup ist Quario nun Brignone’s Mutter. „Ich habe verstanden, dass ich vor zwei Jahren Federica’s Mutter wurde. Sie übertrifft mich definitiv hinsichtlich der Ergebnisse und der Klasse, “ sagte Quario, die nun Journalistin ist.

Brignone’s Erziehung war ausgeglichen, Skifahren war nur ein Teil ihres Lebens und der Berg wechselte im Sommer den Strand. „Federica ist nicht geboren, um ein (Ski-) Champion zu werden“, sagte Quario. „Federica hat ihr erstes strukturiertes Sommer-Ski-Camp im Alter von 15 Jahren absolviert“, meinte sie. „Es ist möglich ein Champion zu werden, auch ohne es zu übertreiben.“

Obwohl sie aus einer Skirennfamilie stammt (ihr Vater war Skilehrer), musste Brignone nicht das Gewicht tragen, die Tochter von Ninna Quario zu sein. „Ich habe meinen ersten Speed-Anzug von meiner besten Freundin geerbt, nachdem sie, ihr Bruder und ihr Cousin ihn vor mir benutzt hatten,“ meinte Brignone. Sie fing erst an mit einem personal Coach und einem Ernährungsberater zu arbeiten, als sie dem Weltcup beitrat. Viele ihrer Konkurrentinnen haben bereits seit den jungen Jahren einen methodischen Ansatz im Rennsport verfolgt. „Ich frage mich, ob ich im Skirennsport mehr hätte erreichen können, wenn ich auch so vorgegangen wäre. Es ist schwer zu sagen, aber vielleicht hätte ich schon viel früher mit dem Skifahren aufgehört,“ erklärte Brignone.

Das alpine Skifahren hat sich von der Zeit Quario’s bis zur Gegenwart sehr stark verändert, was den Mutter-Tochter-Vergleich zu einer schwierigen Aufgabe macht. Während Quario eine reine Slalomspezialistin war, zweigt Brignone vom Riesenslalom in die Geschwindigkeit ab, mit großartigen Ergebnissen in beiden Disziplinen. Ein gemeinsames Merkmal, abgesehen von ihrer Liebe für eisiges Terrain, ist ein geringes Selbstwertgefühl. „Ich sage nie zu mir selbst, dass ich einen einen guten Job gemacht habe, auch nicht, wenn ich etwas Großartiges erreicht habe,“ erklärte Quario. Brignone ist auch hart zu sich selbst: „Wenn es schlecht läuft, mache ich mir Vorwürfe und grabe mir ein Loch,“ sagte die 28-Jährige.

In Sölden, fühlt sich Brignone nach ihrer Knieverletzung im August wieder gesund. „Ich bin bisher nur wenige Tage skigefahren,“ sagte Brignone für skionline in einem Interview. „Es geht mir gut, auch wenn ich noch nicht so viele Kilometer im Schnee habe.“ Trotzdem zeigt sich die Italienerin kurz vor dem Saisonsauftakt selbstbewusst und mit gutem Selbstvertrauen: „Nach Sölden habe ich noch einen Monat Zeit, um mich auf die Saison vorzubereiten.“

 

 

Von Francesca Curtolo/skionline

Video: skionline

Foto: Skionline

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Elina Kalela

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