Weltcup Herren

Schweizer Doppelsieg in Beaver Creek

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Nach drei zweiten Plätzen hat der Schweizer Beat Feuz am Freitag seinen ersten Sieg in der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek gefeiert. Der Weltmeister setzte sich bei seinem achten Weltcupsieg in der schnellsten Disziplin auf verkürzter Strecke vor seinem Landsmann Mauro Caviezel (+0,07 Sek.) durch. Dritter wurde in einem knappen Rennen  Aksel Lund Svindal (+0,08 Sek.). Der Norweger hat vier Abfahrtsrennen auf der Raubvogel-Piste gewonnen, darunter die letzten zwei, und schaffte am Freitag seinen siebenten Podestplatz.

Nach einem nicht ganz zufrieden stellenden Auftritt in Lake Louise vergangene Woche konnte Feuz auf der WM-Piste von 2015 auf der ganzen Linie überzeugen. Bei starkem Schneefall war Feuz mit Nummer 7 gestartet. Mit einer überzeugenden Leistung sicherte er sich seinen achten Abfahrtssieg.

Feuz durfte nach drei zweiten Plätzen über seinen ersten Abfahrtssieg in Colorado jubeln. Er tat es mit Verzögerung, denn nach seinem Lauf hatte er noch gezweifelt. „Nach meinem Gefühl reicht diese Fahrt nicht für den Sieg“, hatte der 31-Jährige gesagt. Er wusste aber auch um einen wichtigen Baustein für seinen Erfolg. „Die Strecke liegt mir schon lange, aber das ekelhafte Flachstück zu Beginn hat mir bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht“, meinte Feuz im ORF-TV-Interview. Dieser Abschnitt wurde wegen möglichen Windes und des angekündigten Schneefalls diesmal gestrichen.

Besonders erfreut zeigte sich der Sieger im Interview mit dem Schweizer Fernsehen über die Tatsache, dass sich direkt hinter ihm ein weiterer Schweizer klassieren konnte. Nach den ersten Zwischenzeiten lag  Mauro Caviezel noch vor Feuz, musste schließlich aber knappt mit dem zweiten Platz begnügen. Dieser bedeutete freilich sein bestes Abfahrtsresultat. Dementsprechend optimistisch zeigte er sich im Hinblick auf den morgen folgenden Super-G. Deutlich aufzeigen konnte auch Carlo Janka, der in seiner erst zweiten Abfahrt nach der Verletzung Ende 2017 den elften Rang belegte. Zufriedenstellend verlief das Rennen auch für Patrick Küng. Auch sein 16. Rang bedeutet ein kräftiges Lebenszeichen des Weltmeisters von 2015 auf der Birds of Prey.

Marc Gisin kam nach seiner Trainingsbestzeit über den 18. Rang nicht hinaus. Weltcuppunkte gab es auch für Urs Kryenbühl und Gilles Roulin, die sich ex aequo auf dem 24. Rang klassierten. Nils Hintermann verlor nach guten Zwischenzeiten im letzten Streckenabschnitt noch Einiges an Zeit und wurde letztlich 29.

Bestplatzierter Österreicher war Vincent Kriechmayr als Fünfter (+0,26). Hannes Reichelt (0,45) klassierte sich an der siebenten Stelle (nach 40 Läufern), während Max Franz (+0,90), der Saison-Auftaktsieger in Lake Louise, ebenso wie Matthias Mayer (0,91) die Top Ten verpasste. Die ÖSV-Läufer warten damit schon seit 2013 auf einen Abfahrtspodestplatz in Beaver Creek, der Oberösterreicher Kriechmayr lag 0,18 Sekunden hinter dem drittplatzierten Aksel Lund Svindal.

Eine längere Unterbrechung gab es im Rennen nach einem schweren Sturz des Deutschen Thomas Dressen. Nach bester Zwischenzeit verlor er die Balance und landete in den Fangnetzen. Nach einer längeren Behandlung am Pistenrand, während das Rennen unterbrochen war, wurde der Deutsche mit dem Akja abtransportiert.

Quelle: APA
Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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