Weltcup_Damen

Shiffrin feierte in Levi-Slalom 44. Weltcupsieg

LEVI_FINLAND_17_NOVEMBER_2018_Mikaela_Shiffrin_USA_celebrates_with_Santa_Claus_her_win_at_the_FIS_Alpine_Ski_World_Cup_Women's_Slalom

Mikaela Shiffrin hat ihrer kleinen Rentier-„Herde“ am Samstag in Levi ein drittes Tier hinzugefügt. Nach 2013 und 2016 feierte die überragende Slalomläuferin der Gegenwart auf der Strecke nördlich des Polarkreises ihren dritten Sieg, es war ihr 44. Erfolg im Weltcup sowie der 33. im Slalom. In der Statistik der Läuferinnen mit den meisten Slalomsiegen fehlen Shiffrin als derzeit Dritter damit nur noch ein Erfolg auf die Schweizerin Vreni Schneider (34) und zwei auf ihr großes Vorbild, die Salzburgerin Marlies Schild. Shiffrin gewann in Levi 0,58 Sekunden vor Vorjahressiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei und 0,79 vor Bernadette Schild.

„Es ist natürlich super, so in die Slalom-Saison zu starten. Ein Podest ist immer toll, der Sieg ist natürlich unglaublich“, sagte Shiffrin. „Levi ist immer etwas Besonderes, es ist das erste Rennen der Saison,“ meinte die Siegerin nach ihrem dritten Sieg im hohen Norden. Auch einen Namen für das Rentier, das als Siegerprämie winkt, hatte sie sich schon ausgedacht: Neben Rudolph und Sven, wurde dies in diesem Jahr auf den Namen Mister Gru, nach dem Animationsfilm „Ich – einfach unverbesserlich“ (original „Despicable me“), getauft.  „Ich war sehr aufgeregt. Ich habe daheim trainiert, bin hierher geflogen, hatte Jetlag, das waren ein paar schwierige Tage mit einigen Momenten des Zweifels. Aber ich habe heute stark gekämpft und kann es genießen. Darauf kann ich aufbauen.“ sagte die Gewinnerin.

Wegen des starken Windes im oberen Teil fand das Rennen auf etwas verkürzter Strecke statt, die Gondeln fuhren nicht, die Läuferinnen wurden mit Bussen zum Start gebracht. Die Piste war mit Wasser und Salz behandelt worden, hielt aber erstaunlich gut.

Bernadette Schild kam damit gut zurecht. Ihre Qualitäten im Steilen spielte sie im zweiten Durchgang hervorragend aus, sie fuhr vor Kollegin Liensberger Laufbestzeit. „Ich hoffe, dass mir das heute gezeigt hat, dass ich einfach richtig gut Skifahren kann und dass es auch im Flachen geht.“ Das Ergebnis nannte sie wegen ihres gewonnen Kampfes im Flachen „unglaublich cool“. „Es ist anscheinend wirklich das Beste, wenn ich locker drauflos fahre und mir nichts dabei denke.“ sagte Schild im Ziel.

Als beste Schweizerin beendete Wendy Holdener das Rennen mit 0,85 Sekunden Rückstand als Fünfte. Die Slalomsaison begann für sie nicht ganz nach ihren Vorstellungen, vor allem, weil sie in der vergangenen Saison zahlreiche Podestplätze erreicht hatte. „Wo und wie ich genau Zeit verloren habe, kann ich noch nicht sagen,“ meinte sie im Interview unmittelbar nach dem Rennen.

Michelle Gisin belegte im Endresultat den zehnten Rang. Eine bessere Platzierung verhinderte vor allem ein Fehler nach dem Steilhang. „Schade darum, normalerweise kann ich sehr gut ins Ziel hinaus beschleunigen“, meinte sie im Interview. Das Resultat befand sie dennoch als sehr ordentlich für den Start in die Weltcupsaison im Slalom.

Carole Bissig schaffte erstmals in einem Slalom die Qualifikation für den zweiten Durchgang und damit Weltcuppunkte. Nichtsdestotrotz zeigte sie sich mit ihrer Leistung überhaupt nicht zufrieden. „Mein Lauf war viel zu abgehackt, mit vielen Fehlern. Das ist schade, es wäre viel mehr drinnen gewesen“, meinte sie im Interview mit dem Schweizer Fernsehen, wobei die Enttäuschung sehr deutlich war.

Quelle: APA

Foto: Agence Zoom

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Redaktion skionline

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